“Der Geizige” ist eine Komödie von Molière, die 1668 uraufgeführt wurde. Sie erzählt von der schwierigen Beziehung des geizigen Harpagon zu seinen Kindern, die unter der Geldleidenschaft ihres Vaters leiden. In der Volksbühne ist das Stück in einer Inszenierung von Frank Castorf ab dem 08. Juni zu sehen.

Der alte und vom Geiz zerfressene Harpagon macht seinen Kindern das Leben schwer. Nicht nur, dass diese unter dem Sparfuchs und dessen Sparattitüden leiden; nun versucht er auch noch Mariane, die jugendliche Geliebte seines Sohnes Cléanthe, zu heiraten. Die Geduld seiner Kinder ist somit am Ende und der Vater wird Ursache für heftige familiäre Auseinandersetzungen. Nicht nur Cléanthe soll zugunsten des Vaters auf seine Liebste verzichten, auch soll die Tochter Elise den reichen Witwer Anselme heiraten. Doch auch diese hat andere Zukunftspläne, denn sie hat sich bereits hinter dem Rücken des Vaters mit Valère verlobt, der sich als Diener im Haus Harpagons betätigt, um seiner Geliebten näher zu sein.

Molieres Stück karikiert den neureichen doch engstirnigen Bürger, für den die Akkumulation des Geldes mehr Wert ist, als die zwischenmenschlichen Beziehungen und stellt einen aktuellen Bezug zu unserem eigenen Verhältnis zu Konsum und ökonomischen Prozessen her.

Mit: Kathrin Angerer, Franz Beil, Maximilian Brauer, Irina Kastrinidis, Sophie Rois, Volker Spengler, Lilith Stangenberg und Martin Wuttke

Regie: Frank Castorf
Bühne und Kostüme: Bert Neumann
Dramaturgie: Sebastian Kaiser

Serviceinfo

Termin: 08.06.2012 (Premiere)
Ort: Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Linienstraße 227, 10178 Berlin
Preis: 6 -35 Euro
Karten: 030/240 65 777 (täglich 12-18 Uhr)