Berlin – Nachdem die Ausländerbehörde die Aufenthaltsgenehmigung der Inderin Simran Sodhi nicht mehr verlängern will, hat nun Berlins Innensenator Frank Henkel die Behörde angewiesen, sich erneut mit dem Fall zu befassen.

Streitpunkt ist dabei die Tätigkeit der Inderin als Integrationslotsin in Treptow-Köpenick. Nach Ansicht der Ausländerbehörde ist diese Arbeit nicht von ausreichendem öffentlichen Interesse, um einen weiteren Aufenthalt zu rechtfertigen. Nach dem Studium der Akten sieht Innensenator Henkel dies anders. Seiner Meinung nach hat die Berliner Ausländerbehörde fachlich vertretbar gehandelt. Henkel monierte jedoch: “Allerdings komme ich zu einer abweichenden Einschätzung, was das öffentliche Interesse an der Arbeit von Frau Sodhi betrifft. Es wäre aus meiner Sicht das falsche Signal, wenn der Eindruck erweckt würde, dass Berlin Qualifikation und öffentliches Engagement sanktioniert.”

Henkel plädiert dafür, dass ein Weg gefunden werden soll, damit Sodhi ihren Job fortsetzen kann. Er erklärte weiter: “Insofern habe ich die Ausländerbehörde gebeten, diesen Aspekt bei der erneuten Befassung stärker zu berücksichtigen.“