Berlin – Heute hat die Deutsche Bahn AG in Berlin ihren Sicherheitsbericht für das Jahr 2013 vorgestellt. Demnach verzeichnete die Bahn starke Rückgänge insbesondere bei den Delikten Vandalismus und Buntmetalldiebstahl. Die Gewalt gegen DB-Mitarbeiter nahm jedoch zu.

Die Sicherheit in Zügen und auf Bahnhöfen in Deutschland soll nach dem Bericht statistisch besser sein, als im sonstigen öffentlichen Raum. Die Bundespolizei hat im Jahr 2013 in Zügen und auf Bahnhöfen etwa 14.600 Körperverletzungsdelikte registriert. Das sind 40 Taten bei 7,4 Millionen Reisenden am Tag. Berlin hat etwa halb so viel Einwohner, zählt jedoch dreimal mehr Körperverletzungsdelikte.

Buntmetalldiebstähle sind im vergangenen Jahr nochmals stark zurückgegangen (rund 1.750 Taten, minus 40 Prozent, 2012: rund 2.850). 2013 waren 10.000 Züge (minus 7.000) mit insgesamt rund 135.000 Verspätungsminuten (minus 40 Prozent) betroffen. Der materielle Schaden blieb jedoch nahezu unverändert und liegt bei 17,8 Millionen Euro. 340 Täter wurden festgenommen.

Die Deutsche Bahn verzeichnete für das vergangene Jahr etwa 11.800 Fälle von Vandalismus. Das war ein Rückgang um 30 Prozent.(2012: 16.200). Der Schaden betrug rund 30 Millionen Euro (minus 10 Prozent). Es wurden zudem 15.500 Taten im Zusammenhang mit Graffiti gezählt. 2012 waren es noch 16.100 Taten (minus 4 Prozent). Dadurch enstand ein Schaden von etwa 6,6 Millionen Euro (minuns 1 Million).

“Unsere Kollegen sind kein Freiwild”

Einen Anstieg der Straftaten verzeichnete die Bahn bei Fahrausweisautomatenaufbrüchen. Es wurde ein Anstieg um 20 Prozent verzeichnet. Das waren etwa 560 Fälle. Hier setzt die DB künftig verstärkt auf verkürzte Entleerungszyklen, eine verbesserte technische Ausstattung und den Einsatz von Geldkassetten, die mit Farbpatronen ausgestattet sind.

Außerdem gab es einen Anstieg bei Körperverletzungen gegen Mitarbeiter der Deutschen Bahn. Diese sind im vergangenen Jahr von 1.000 Übergriffen um etwa 20 Prozent auf 1.200 Delikte angestiegen. Zu zwei Dritteln sind Sicherheitskräfte betroffen. Konzernvorstand Gerd Becht erklärte dazu: „Unsere Kollegen sind kein Freiwild…Diese Entwicklung ist absolut inakzeptabel. Das meiste passiert dann, wenn unsere Mitarbeiter das Hausrecht durchsetzen. Aber auch im Zusammenhang mit Fahrscheinkontrollen bei scheinbar ganz normalen Reisenden.“

Die Deutsche Bahn beschäftigt 3.700 Sicherheitskräfte. Nach eigenen Angaben investiert die DB rund 160 Millionen in die Sicherheit.