Bahnstreik: GDL ruft Donnerstag (14. April) zum Streik auf – Hier die Liste der bestreikten Bahnen

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ruft die Lokomotivführer der privaten Schienenpersonennahverkehrsunternehmen von Donnerstag, den 14. April, von 2 Uhr bis Samstag, den 16. April 2011, 2 Uhr zu einem 48-stündigen Arbeitskampf auf.

Trotz der insgesamt 71-stündigen Arbeitskämpfe der GDL im März und April, bei denen drei Viertel der Züge bei den bestreikten Unternehmen stillstanden, verweigern die privaten SPNV-Unternehmen nach Aussage der GDL jegliches Angebot zu inhaltsgleichen Rahmentarifverträgen für Lokomotivführer und deren Verknüpfung mit den jeweiligen Haustarifverträgen.

Eine Ausnahme bildet lediglich Keolis. Mit diesem Unternehmen hat die GDL am 11. April 2011 konstruktive Verhandlungen sowohl über die Konstruktion der Tarifverträge und deren Verknüpfung als auch über den dringend erforderlichen Betreiberwechsel geführt.

Der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky erklärte dazu: „Dies ist einzig und allein der Schlüssel zur Lösung des Tarifkonflikts. Weder Sturheit noch Halbwahrheiten führen an den Verhandlungstisch“.

Ausgenommen von den Streiks hat die GDL dieses Mal jedoch die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH (AVG). Sie war bisher immer sehr stark von den Auswirkungen des GDL-Streiks betroffen. Doch auch hier droht die GDL sie beim nächsten Arbeitskampf wieder mit einzubeziehen.

Die GDL fordert inhaltsgleiche Rahmentarifverträge für Lokomotivführer mit einem einheitlichen Monatstabellenentgelt auf dem Niveau des Marktführers DB und den vier Zulagen für Sonn-, Feiertag, Nachtdienst und Fahrentschädigung. Dieses Niveau ist bei jeder Ausschreibung zugrunde zu legen.

Bisher bestehende Tarifverträge sind durch Verknüpfung des Haustarifvertrags stufenweise an dieses Niveau heranzuführen. Darüber hinaus ist die soziale Absicherung der Lokomotivführer dringend erforderlich. Der von der GDL geforderte Betreiberwechsel ist das geeignete Instrument, um die Angst vor Arbeitsplatzverlust bei permanenten Ausschreibungen zu beenden.

Diese Unternehmen werden bestreikt:

AKN Eisenbahn AG
Abellio Rail NRW GmbH
Bayerische Regiobahn GmbH
Berchtesgadener Landbahn GmbH
cantus Verkehrsgesellschaft mbH
HLB Basis AG
HLB Hessenbahn GmbH
Hohenzollerische Landesbahn AG (HzL)
metronom Eisenbahngesellschaft mbH
Mitteldeutsche Regiobahn
Nord-Ostsee-Bahn GmbH (NOB)
Nord-West-Bahn GmbH
ODEG Ostdeutsche Eisenbahngesellschaft mbH
Osthannoversche Eisenbahnen AG (OHE)
Ostseeland Verkehr GmbH (OLA)
Prignitzer Eisenbahn, Betriebsteil NRW
vectus Verkehrsgesellschaft mbH
Veolia Verkehr Sachsen-Anhalt GmbH
Vogtlandbahn GmbH
Westfalenbahn GmbH

Foto: GDL Presseportal

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