Berlin – Die landeseigene “Berlin Energie” konnte gegenüber der GASAG das bessere Angebot für die Gasnetzkonzession vorlegen. Somit fällt das Gasnetz zurück an Berlin.

Die Vergabestelle bewertete das Angebot der “Berlin Energie” mit 311 von 315 Punkten. Die GASAG schaffte nur 299 Punkte. “Berlin Energie” will das Gasnetz günstiger betreiben als bisher. Bei einem Verkauf des Unternehmens bekommt Berlin ein Sonderkündigungsrecht zugesprochen. Die Mitarbeiter des bisherigen Berteibers sollen komplett übernommen werden. Senator Micheal Müller zeigte sich positiv gestimmt. Er erklärte: “Der Einfluss auf die Energieversorgung und die Netzinfrastruktur ist eine tragende Säule für die Berliner Energiewende und entspricht den Anforderungen einer modernen Stadtentwicklung im Hinblick auf die Klimaschutzziele 2050 und der wachsenden Stadt.”

Um das Gasnetz zu übernehmen, muss “Berlin Energie” nach Einschätzung von Finanzsenator Nußbaum einen Kaufpreis von geschätzt etwa eine Millarde Euro an die GASAG zahlen.

Die Übernahme bedarf noch der Zustimmung von Senat und Abgeordnetenhaus.

DIE LINKE kritisierte, dass die Gasag ohne Netzbetrieb energiepolitisch wertlos und als Unternehmen für die Energiewende in der Stadt verloren ist, weil ihr die Gewinne aus dem Netzbetrieb für entsprechende Investitionen fehlen. Deshalb fordert DIE LINKE, dass Berlin die Gasag zurückkauft.