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Die internationalen GERMAN-OPEN im Rollstuhltennis kehren im Juli 2026 nach Berlin-Lichterfelde zurück. Vom 8. bis 12. Juli messen sich Spitzenathletinnen und -athleten um die Beate Loddenkemper Trophy auf der Anlage des BTTC Grün-Weiss.
Ein etabliertes Turnier in der Hauptstadt
Die 36. Auflage der GERMAN-OPEN wird erneut auf der Anlage des BTTC Grün-Weiss ausgetragen. Das ITF-2-Turnier ist Teil der globalen UNIQLO Wheelchair Tennis Tour und zieht seit Jahren internationale Spitzenspielerinnen und -spieler an.

Der Spielbetrieb beginnt laut Programm an allen Tagen ab 9.00 Uhr. Die Finalspiele im Doppel sind für den Samstagnachmittag, 11. Juli, vorgesehen; die Einzelendspiele sind für den Vormittag des 12. Juli 2026 terminiert.
Hintergrund: 50 Jahre Rollstuhltennis und Beate Loddenkemper
Rollstuhltennis hat seine Wurzeln in den 1970er-Jahren, wurde 1992 paralympisch und ist seit 1998 Teil der International Tennis Federation. In Deutschland prägte Dr. Beate Loddenkemper (1938–2022) über Jahrzehnte die Szene: Sie war langjähriges Mitglied der Zehlendorfer Wespen und trieb die Entwicklung des Rollstuhltennis in Deutschland maßgeblich voran.

Die GERMAN-OPEN fanden früher in Bonn, München und Essen statt; seit 2011 ist Berlin wieder Gastgeberstadt. Die Veranstaltung erinnert mit der vergebenen Trophäe an Loddenkempers Engagement für den Sport und für Inklusion im Vereinsleben.
Organisatoren, Partner und Infrastruktur
Als Ausrichter agieren der BTTC Grün-Weiss und die Zehlendorfer Wespen 1911 e.V. in Kooperation mit dem Deutschen Tennisbund und dem Tennisverband Berlin-Brandenburg. Auch der Berliner Behinderten-Sportverband ist in die Planung und Durchführung eingebunden.
Der BTTC Grün-Weiss hat seine Anlagen barrierefrei gestaltet. Für den Verein mit rund 2.450 Mitgliedern zählt das Turnier zu den Saisonhöhepunkten. Zahlreiche Ehrenamtliche unterstützen Organisation und Ablauf vor Ort.
Teilnehmer und sportliche Erwartungen
Turnierdirektor Martin Melchior rechnet mit einem starken internationalen Feld in den drei Einzel-Kategorien Herren, Damen und Quads. Bei den Damen geht die Berlinerin Katharina Krüger, fünfmalige Titelträgerin, erneut an den Start.
Im Quad-Bereich treten unter anderem die Berliner Brüder Max und Marcus Laudan an und hoffen auf Heimvorteil. Melchior hebt zudem die Qualität der Doppelwettbewerbe hervor, die erfahrungsgemäß besondere Spannung und spektakuläre Ballwechsel liefern.
Sportlicher Mehrwert und gesellschaftliche Bedeutung
Das Turnier ist nicht nur sportlich bedeutsam, sondern hat auch eine Vorbildfunktion: Spitzenleistungen im paralympischen Sport schaffen Sichtbarkeit und verbinden Menschen mit und ohne Behinderung. Für Spielerinnen und Spieler ist die Veranstaltung ein wichtiger Baustein der internationalen Wettkampfsaison.












