Niederländischer Bär macht sich auf den Weg nach Berlin

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Ein neues Bilderbuch des niederländischen Illustrators Jan Jutte ist jetzt in Berlin erhältlich: Der Gerstenberg Verlag bringt die großformatige Ausgabe von „Bär und ich“ in den Buchhandel. Das Werk erzählt mit wenigen Worten und ausdrucksstarken Bildern von der Beziehung zwischen einem riesigen Bären und einem namenlosen Jungen.

Wen begleiten die Leserinnen und Leser?

Die Geschichte verfolgt einen ganzen Tag im Leben des Bären — und des Jungen, der ihm stets folgt. Auf den großformatigen Seiten zeigt Jutte, wie der Bär dreißig verschiedene Tätigkeiten ausführt: Morgenhygiene, Zähneputzen, ein Toilettengang, das Riechen an einer Blume, dann kreatives Spielen, Malen, Lesen und Bauen mit Bausteinen.

Aufgeschlagene Bilderbuchseiten mit Bär und kleinem Jungen, Tagesablauf illustriert
Die Geschichte begleitet den Bären und den Jungen durch einen ganzen Tag.

Zwischen diesen Momenten stolpert der Bär, wird kurz traurig und tröstet sich mit einem Lutscher. Bald darauf tanzt, singt und springt er wieder, bis er gegen Ende des Tages müde wird und alles aufräumt, bevor er schlafen geht. Durchgängig ist der Bär wechselhaft gefärbt — mal schwarz, weiß, orange, braun, manchmal rot oder blau — während der Junge klein bleibt und konstant im weißem Shirt, schwarzer Hose und schwarzem Cappy auftritt.

Wenig Text, starke Bilder

Jutte setzt fast ausschließlich auf seine Illustrationen; der Text ist sparsam. Die seitenfüllenden Zeichnungen tragen die Erzählung und geben Stimmungen und Bewegungen einen klaren Rhythmus. Neben einigen Bildern steht immer wieder der kurze Ausruf „Ich auch“, mit dem der Junge die Handlungen des Bären nachahmt.

Diese zwei Worte verbinden die Figuren und vermitteln Enthusiasmus sowie Bewunderung: Der Junge beobachtet, lernt nach und zeigt so den Wunsch, zu wachsen und stärker zu werden — ganz offensichtlich betrachtet er den Bären als Vorbild.

Welche Wirkung hat die Geschichte?

Das Buch bietet Kindern ein einfaches Modell, sich mit Alltagsabläufen auseinanderzusetzen und neues Verhalten auszuprobieren. Es liefert eine Struktur für einen Tag, regt zu Nachahmungsspielen an und kann so Selbstvertrauen fördern.

Kind spielt mit Bausteinen und schaut in ein Bilderbuch, motiviertes Nachahmen sichtbar
Das Buch regt zu Nachahmungsspielen an und stärkt Selbstvertrauen.

Indem der namenlose Junge alle Handlungen des Bären meistert, sendet die Geschichte die klare Botschaft, dass Kinder viel lernen und dadurch wachsen können. Die Illustrationen und die knappe Sprache unterstützen kognitive, soziale und motorische Entwicklungsprozesse, ohne pädagogisch zu belehren.

Autor, Verlag und bibliografische Daten

Jan Jutte zählt zu den bekanntesten Illustratoren der Niederlande. Er studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Arnhem und arbeitet seit 1983 freischaffend; seine Bücher wurden mehrfach ausgezeichnet und erreichen Leserinnen und Leser unterschiedlichen Alters.

Übersetzung: Rolf Erdorf. Verlag: Gerstenberg Verlag. Ausgabe: Hardcover, durchgehend farbig, 56 Seiten; Format 32,0 × 24,0 cm. Verlagsangaben nennen als Altersempfehlung „empfohlen ab 3 Jahren“, in redaktionellen Beschreibungen wird das Buch auch als für Vierjährige geeignet bezeichnet. Erscheinungstag: 30.06.2026. ISBN 978-3-8369-6408-1. Preis: 18,00 €. Das Buch ist inzwischen in Berlin im Handel erhältlich.

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