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Im russischen Altai-Gebirge ist eine 29 Jahre alte Camperin bei einem Bärenangriff getötet worden. Der Vorfall an einem Campingplatz in Artybash hat Behörden dazu veranlasst, Schutzmaßnahmen zu prüfen — darunter eine mögliche Sperrstunde für Besucher.
Angriff am Zelt
Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Tass griff ein Bär die Frau an, zog sie aus ihrem Zelt in den angrenzenden Wald und tödlich verletzte sie. Die Angaben stammen von örtlichen Behörden.

Der Begleiter der Frau, die aus Nowosibirsk kam, berichtete in russischen Medien, er und weitere Anwesende hätten versucht, das Tier abzulenken. Diese Bemühungen blieben ohne Erfolg.
Behördliche Reaktionen
Als unmittelbare Reaktion kündigten Verantwortliche an, den Campingplatz zeitlich stärker zu regeln. Geprüft werde unter anderem die Einrichtung einer Sperrstunde, um nächtliche Begegnungen mit Wildtieren zu reduzieren.

Der russische Zivilschutz rief Touristen zu erhöhter Vorsicht auf und verwies auf die verbreitete Präsenz von Bären in der Region. Behörden sehen vermehrte Annäherungen der Tiere an menschliche Siedlungen.
Kontext: Bären in Russland
Russland, das flächenmäßig größte Land der Erde, beheimatet viele Braun- und Eisbären. Begegnungen zwischen Menschen und Bären kommen daher immer wieder vor.
Allerdings bleiben tödliche Angriffe vergleichsweise selten. Trotzdem sorgt die Häufung von Zwischenfällen für erhöhte Aufmerksamkeit bei Behörden und Reisenden. Mitte Juli berichteten russische Medien, dass in der Region Magadan ein 62-jähriger Mann durch einen Bären getötet worden sei.
dpa/dw












