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An einem Strand der italienischen Adria stieß eine Urlauberin auf ein überraschendes und makabres Objekt: Im Sand von Marina di Chieuti lag ein Gefäß mit menschlicher Asche. Behörden prüfen nun, wie die Urne dorthin gelangte und wem die Überreste gehören.
Fund am Sonntag: wie die Entdeckung ablief
Die Frau war am Sonntag etwas abseits der stark frequentierten Strandabschnitte allein unterwegs, als sie das Gefäß im Sand bemerkte. Etwa 400 Meter entfernt informierte sie eine Strandbar, deren Betreiber anschließend Bürgermeister Diego Iacono verständigte.

«Der Betreiber der Strandbar hat mich sofort kontaktiert, und ich meinerseits habe die Carabinieri alarmiert», sagte Iacono laut der Nachrichtenagentur Ansa. Die Polizei beschlagnahmte die Urne noch vor Ort.
Herkunft der Asche bleibt offen
Nach Angaben der Behörden stammen die sterblichen Überreste von einem 80-jährigen Italiener, der offenbar längere Zeit in Deutschland gelebt und dort eingeäschert worden war. Auf dem Gefäß sei ein Hinweis auf ein Krematorium in Deutschland zu finden, so die Ermittler.
Der Bürgermeister machte jedoch keine näheren Angaben dazu, in welcher deutschen Einrichtung die Einäscherung vorgenommen worden sei. Diese Frage gehört nun zu den offenen Punkten der Untersuchung.
Zwei mögliche Erklärungen für das Auftauchen
Die Ermittlungen konzentrieren sich im Wesentlichen auf zwei Szenarien. Entweder wurde die Urne im Rahmen einer Seebestattung in der Adria ausgesetzt und von Strömungen an Land getragen. Oder das Gefäß wurde absichtlich und rechtswidrig am Strand zurückgelassen.

Die Staatsanwaltschaft und die Carabinieri behandeln den Vorfall demnach mit ähnlichen Maßnahmen, wie sie bei einem an Land gespülten Leichnam üblich wären. Weitere Untersuchungen sollen klären, welches der beiden Szenarien zutrifft.
Der Ort: Marina di Chieuti
Marina di Chieuti liegt an der nördlichen Adriaküste der Region Apulien. Im Vergleich zu bekannteren Badeorten wie Rimini ist es dort deutlich ruhiger.
Die Ermittlungen dauern an; Behörden wollen die Herkunft der Urne und die Umstände der Ablage weiter aufklären.











