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Ein beschädigter Zaun auf dem Gelände des Flughafens Leipzig/Halle hat in der Nacht zu einem größeren Polizeieinsatz geführt. Nach Angaben der Behörden ist noch unklar, was die Beschädigung verursacht hat; die Ermittler prüfen mehrere Möglichkeiten.
Zaun durchbrochen — Nordpiste gesperrt
Die Polizei teilte mit, die Beschädigung sei kurz vor 23 Uhr entdeckt worden. Nach bisherigen Erkenntnissen dürfte ein Fahrzeug den Zaun durchbrochen haben.

Der Vorfall wurde als sicherheitsrelevant eingestuft. In der Folge wurde die Nordpiste gesperrt und der Flugbetrieb auf der Nordseite des Flughafens vorübergehend eingestellt, wie die Polizeidirektion Leipzig mitteilte.
Gefährdeter Bereich in der Nähe von Antonow-Flugzeugen
Betroffen sei ein Abschnitt in der Nähe mehrerer abgestellter russischer Transportmaschinen. Auf dem Gelände stehen demnach drei russische Antonow-Frachtflugzeuge, die wegen der 2022 verhängten EU-Sanktionen nicht bewegt werden dürfen.
Einsatzkräfte durchsuchen das Areal
Bundespolizei und Landespolizei durchsuchten das Gebiet. Am Morgen berichtete die Polizeidirektion, dass zunächst weder unbefugte Personen noch verdächtige Gegenstände gefunden worden seien.

Dennoch seien weitere Suchmaßnahmen mit zusätzlichen Kräften geplant. Ein Sprecher der Bundespolizei betonte, auch ein Unfall könne die Ursache sein; momentan lasse sich dies aber nicht sicher feststellen.
Flugbetrieb bleibt weitgehend normal
Der Flughafenbetreiber erklärte, der allgemeine Flugverkehr sei nicht beeinträchtigt. Weder Passagier- noch Frachtflüge seien eingeschränkt, sagte Sprecher Uwe Schuhart.
Die Sperrung der Nordpiste werde durch die Nutzung der zweiten Start- und Landebahn kompensiert, sodass es derzeit zu keinen Einschränkungen im Flugplan komme.
Frühere Zwischenfälle am Standort
Bereits im Sommer war der Flughafen in die Schlagzeilen geraten: Anfang August wurde dort eine mit Sprengstoff präparierte Drohne neben ukrainischen Frachtmaschinen entdeckt. Die Bundesregierung machte Russland für den versuchten Angriff verantwortlich; Moskau wies die Vorwürfe zurück.
mit dpa











