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Kristina Listau und Jörg Sundermeier, die kreativen Köpfe hinter dem Berliner Verbrecher Verlag, haben einen Abreißkalender vorgelegt, der sich dem Thema Flüche widmet. Das Projekt kombiniert augenzwinkernden Humor mit einem literarischen Konzept und wirft die Frage auf: Ist das ernst gemeint oder reine Satire?
Ein Kalender als Nischenprodukt
Bei dem neuen Werk handelt es sich um einen klassischen Abreißkalender, auf dessen Seiten laut Ankündigung Flüche zu finden sind. Solche Kalender funktionieren als tägliche Überraschung und eignen sich häufig als Geschenk oder humorvoller Blickfang im Alltag.

Im vorliegenden Fall setzt das Objekt auf eine provokante Idee: Sprache, die sonst als Tabu gilt, wird zum Inhalt eines literarisch gestalteten Formats. Ob die Auswahl eher historisch, erfunden oder ironisch gemeint ist, ergibt sich beim Blick durch die Seiten.
Die Köpfe dahinter
Kristina Listau und Jörg Sundermeier sind als zentrale Figuren des Verlags genannt. Ihr Engagement für ungewöhnliche Publikationen ist Teil des Profils des Hauses, das öfter mit experimentellen Projekten auffällt.
Zwischen Witz und Provokation
Die Ansage des Kalenders spielt mit der Erwartung an literarische Produkte: Er soll unterhalten, vielleicht auch provozieren. In Vorankündigungen wird das Projekt als heiter beschrieben, zugleich bleibt offen, wie weit der Ton gehen darf.

Für Leserinnen und Leser stellt sich dadurch ein klares Entscheidungskriterium: Wer Sprachwitz und ironische Übertreibung schätzt, dürfte Gefallen finden; wer sensible oder beleidigende Formulierungen vermeiden möchte, sollte vor dem Kauf einen Blick hineinwerfen.
Kontext im Literaturbetrieb
Verlage nutzen immer wieder ungewöhnliche Formate, um Aufmerksamkeit zu erzeugen und Nischenpublika zu erreichen. Ein Abreißkalender verbindet dabei Design, Text und Alltagsgebrauch.
Solche Projekte bieten Autoren und Verlegern zugleich die Möglichkeit, mit Form und Inhalt zu experimentieren, ohne eine klassische Buchveröffentlichung zu wählen.
Worauf Leser achten sollten
Der Kalender ist klar als provozierendes Objekt angelegt. Käuferinnen und Käufer sollten vorab prüfen, ob der Humor zu ihren Erwartungen passt.
Wer sich für das Produkt interessiert, erhält damit ein kleines, tägliches literarisches Ereignis — und ein Geschenk, das Gesprächsstoff liefert.











