Im Schulbus vergessen: Mädchen in den USA gestorben

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Ein sechsjähriges Mädchen ist in Cordova, einem Vorort von Memphis (Tennessee), gestorben, nachdem es offenbar über Stunden in einem aufgeheizten Schulbus zurückgelassen wurde. Der Fall, der sich am Donnerstag ereignete, hat in der Gemeinde Fragen zur Aufsicht beim Schülertransport und zu Abläufen an Betreuungsstellen aufgeworfen.

Erste Rekonstruktion des Hergangs

Laut örtlichen Berichten brachte der Vater das Kind am Morgen zur Kindertagesstätte in Cordova. Von dort aus sollte ein Schulbus das Mädchen zur Macon-Hall-Grundschule bringen. Die Schülerin, die als Winter J. identifiziert wurde, kam dort jedoch nie an.

Innenraum eines Schulbusses mit leerem Sitz und kleinem Rucksack
Der Schulbus, in dem das Mädchen offenbar über Stunden verblieb.

Erst am Nachmittag, als Mitarbeiter und Fahrer wieder in den Bus stiegen, fiel auf, dass das Kind noch im Fahrzeug war. Gegen 15.20 Uhr wurde Winter J. demnach in einem kritischen Zustand in ein Krankenhaus gebracht, wo sie später für tot erklärt wurde. Der Vater, Brian Jones, gab an, dass seine Tochter eine Körpertemperatur von etwa 42,8 Grad Celsius gehabt habe.

Besondere Verwundbarkeit: Nicht verbal und autistisch

Das Mädchen galt als autistisch und nicht verbal. Nach Aussagen von Familienangehörigen hatte sie daher kaum Möglichkeit, Aufmerksamkeit zu erregen oder um Hilfe zu rufen.

Räumliche Ansicht einer Kita mit Spielsachen und Betreuungsbereich für Kinder mit Unterstützungsbedarf
Besondere Unterstützung für nicht verbale und autistische Kinder ist wichtig beim Transport.

Ein Onkel beschrieb, dass Winter keine Chance gehabt habe, entdeckt zu werden, und dass die Vorstellung, wie sie in einem geschlossenen, sich aufheizenden Bus gelitten haben könnte, für die Familie schwer zu ertragen sei. Er betonte, dass Fenster und Türen während der Zeit offenbar geschlossen waren.

Untersuchung und Reaktionen aus der Gemeinde

Die zuständigen Behörden kündigten Ermittlungen an, um die genauen Umstände des Vorfalls zu klären. Bislang wurden keine Anklagen erhoben.

Eltern anderer Kinder zeigten sich erschüttert und drückten Mitgefühl für die Familie aus. Eine Mutter sagte, sie sei tief betroffen und fühle mit dem Kind und dessen Angehörigen.

Was nun wichtig bleibt

Der Fall lenkt Aufmerksamkeit auf Sicherheitsvorkehrungen beim Transport von Schülern, insbesondere auf den Umgang mit Kindern, die besondere Unterstützung benötigen. Behördenangaben sollen klären, welche Abläufe an diesem Tag versagt haben und ob organisatorische Änderungen nötig sind.

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