Zusammenfassung zeigen Zusammenfassung verbergen
Rui Mota hat nach dem hitzigen DFB-Pokal-Derby gegen den 1. FC Kaiserslautern erklärt, warum er seinem Trainerkollegen nicht die Hand gab. Das Spiel endete in der Verlängerung mit einem 0:1 für Kaiserslautern und war von tumultartigen Szenen sowie einem Platzsturm begleitet.
Warum er die Begrüßung verweigerte
Rui Mota, Trainer des SV Waldhof Mannheim, sagte nach dem Erstrunden-Aus, er wolle kein „Heuchler“ sein und nicht den Handschlag vollziehen, bloß weil es vor den Kameras gut aussehe. Er betonte, dass Respekt wichtig sei, und kritisierte Verhalten, das er als Drohung gegenüber seinem Team wahrgenommen habe.

In der Pressekonferenz sprach Mota offen über die Grenze zwischen Wettkampf und Respekt: „Du musst dich auch während des Spiels benehmen. Danach braucht man mir nicht kommen mit ‚gut gespielt, wir haben gewonnen‘. Ich habe keine zwei Gesichter, nur eines. Ich respektiere jeden. Ich treibe mein Team auch an, und die andere Seite macht das auch. Aber jemanden zu bedrohen, das ist nicht der Weg.“
Lieberknecht äußerte sich nicht
Torsten Lieberknecht, der Trainer des FCK, hatte Mota unmittelbar nach dem späten Siegtreffer in der Verlängerung die Hand angeboten. Auf dem anschließenden Podium verzichtete Lieberknecht jedoch weitgehend auf eine detaillierte Reaktion zu den Vorwürfen von der Seitenlinie.

Ausbruch nach dem Schlusspfiff
Die Atmosphäre im Carl-Benz-Stadion war bereits nach 90 torlosen Minuten aufgeheizt. Nach einer Rudelbildung auf dem Rasen eskalierte die Lage weiter, als einige FCK-Anhänger Feuerwerkskörper in den Sitzplatzbereich schossen.
Im Anschluss stürmten Teile der Mannheimer Fans den Platz. Berittene Polizisten griffen ein, um die Situation zu beruhigen; zwischenzeitlich bestand die Gefahr, dass die Partie abgebrochen wird. Auch auf Seiten der Funktionäre kam es zu Wortgefechten: Der Sportdirektor von Waldhof beschwerte sich über das Verhalten von FCK-Kapitän Marlon Ritter, der daraufhin mit einem Verweis auf frühere Ereignisse konterte.
Mit SID












