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Die erste Runde des DFB-Pokals lieferte am Wochenende überraschende Ergebnisse und zahlreiche deutliche Siege der Favoriten. Besonders ins Auge stach der Coup des Regionalligisten SSV Jeddeloh II gegen den Zweitligisten 1. FC Heidenheim – außerdem feierte Rückkehrer Niclas Füllkrug ein gelungenes Werder-Debüt mit einem Tor.
SSV Jeddeloh II wirft Heidenheim aus dem Pokal
Fürstenfluch im Ammerland: Der Fußball-Regionalligist SSV Jeddeloh II setzte sich im Marschweg-Stadion sensationell mit 5:2 gegen den Zweitliga-Absteiger 1. FC Heidenheim durch. Die Gäste mussten ohne ihren gesperrten langjährigen Trainer Frank Schmidt antreten und erlebten einen überraschend klaren Abend.

Heidenheim war zunächst durch Yannik Wagner in Führung gegangen (12.), doch Kamer Krasniqi glich nur zwei Minuten später aus (14.). Anschließend drehten die Gastgeber das Spiel: Ein Eigentor, ein Treffer von Jan Schöppner (27.) und ein Traumtor von Haris Hyseni (29.) brachten Jeddeloh noch vor der Pause in eine komfortable Position. Hyseni erhöhte nach dem Seitenwechsel (70.), Tim Janßen traf kurz darauf (72.). Ein verwandelter Foulelfmeter für Heidenheim durch Mikkel Kaufmann (89.) änderte am klaren Erfolg nichts mehr.
„Es ist unfassbar. Für die Momente haben wir alle angefangen, Fußball zu spielen“, sagte Jeddelohs Torwart Moritz Onken. Torschütze Janßen ergänzte: „Wir wollten einfach nicht aufgeben. Ich glaube, so einen Tag hat man nicht immer. Aber heute haben wir es geschafft!“
Klare Siege: Favoriten lassen kaum Zweifel
Mehrere Bundesligisten bestätigten ihre Favoritenrolle mit überzeugenden Auftritten. Borussia Mönchengladbach gewann beim Oberligisten TSV Schott Mainz 5:0; Neuzugang Hugo Bolin erzielte einen Doppelpack, dazu trafen Daiki Hashioka, Lukas Ullrich und Wael Mohya.
Dynamo Dresden nahm die Pflichtaufgabe beim SV Westfalia Rhynern mit 6:0 (5:0) souverän wahr. Vor 6.702 Zuschauern in Münster trafen Jonas Sterner, Niklas Hauptmann, Vincent Vermeij, Ben Bobzien, Kaan Inanoglu und Robert Wagner.
Auch der SV Darmstadt 98 zog eine Runde weiter: Beim FC Carl Zeiss Jena siegten die Lilien mit 2:1. Milan Smit brachte Darmstadt früh in Führung (11.), Elias Löder glich spektakulär aus (39.), ehe Lance Duijvestijn kurz vor der Pause den Sieg erzielte (41.).
Hohe Niederlagen und Tore ohne Ende
Mainz 05 dominierte beim Fünftligisten VfB Krieschow und setzte sich spektakulär mit 9:0 durch. Phillip Tietz traf viermal, Nadiem Amiri erzielte zwei Tore; Sheraldo Becker, Ransford Königsdörffer und William Bøving komplettierten den Kantersieg.
Hannover 96 feierte beim Bremer SV Hemelingen ein Offensiv-Feuerwerk und gewann 9:1 vor 13.000 Zuschauern im Weserstadion. Bei der TSG Hoffenheim sorgten Patrick Wimmer (zwei Treffer), Wouter Burger und Max Moerstedt für ein 4:0 beim FC Erzgebirge Aue.
Enge Begegnungen, Elfmeterschießen und knappe Entscheidungen
Eintracht Braunschweig bot dem 1. FC Union Berlin einen harten Kampf: Braunschweig führte zweimal, doch Union drehte das Spiel und gewann schließlich 4:2. Die Tore für die Berliner erzielte unter anderem Marin Ljubicic, der in der zweiten Hälfte eingewechselt wurde und in der 72. sowie in der Nachspielzeit (90.+4) traf.

Arminia Bielefeld schied nach einem dramatischen Spiel gegen die SG Sonnenhof Großaspach im Elfmeterschießen aus. Nach 120 Minuten stand es 2:2; Großaspachs Torhüter Maximilian Reule parierte zwei Strafstöße, sodass die Partie bereits nach drei Schützen entschieden war.
Hertha BSC setzte sich beim 1. FC Saarbrücken ebenfalls im Elfmeterschießen durch. Nach einem 1:1 in der regulären Spielzeit hatte Hertha-Keeper Marius Gersbeck im Shootout entscheidende Paraden und sicherte dem Zweitligisten den Einzug in die zweite Runde.
Der 1. FC Nürnberg überstand ein intensives Duell bei Viktoria Köln nur im Nachsitzen: Nach einem 1:1 nach Verlängerung verwandelte Nürnberg das Elfmeterschießen und zog als Sieger vom Platz.
Debüts, Trainerwechsel und prominente Rückkehrer
RB Leipzig feierte unter Neu-Trainer Martín Demichelis ein überzeugendes Pflichtspieldebüt und gewann 6:0 beim Regionalligisten Eintracht Trier. Die Treffer verteilten sich auf Brajan Gruda, Willi Orban, ein Eigentor von Gianluca Pelzer sowie Conrad Harder, Antonio Nusa und Ezechiel Banzuzi. Demichelis hatte die Nachfolge von Ole Werner angetreten; zudem sorgte Leipzig in der Sommerpause mit dem Transfer von Jungstar Yan Diomande zu Real Madrid für Schlagzeilen.
Für Werder Bremen kehrte Niclas Füllkrug zurück und stand nur vier Tage nach seinem Wechsel gleich in der Startelf. Beim 3:0-Sieg gegen Lüneburger SK Hansa traf er per Foulelfmeter zum 2:0 (53%). Jens Stage hatte Bremen zuvor in Führung gebracht, Ludovit Reis setzte den Schlusspunkt (76.).
Weitere Ergebnisse und Überraschungsmomente
Der VfL Bochum setzte sich im einzigen Zweitliga-Duell der Runde mit 2:1 bei Greuther Fürth durch; Christian Rasmussen und Philipp Hofmann sorgten für den Bochumer Sieg, Maxim Dal verkürzte per Kopf (77′).
Der 1. FC Magdeburg gewann beim Bahlinger SC 4:0, Mateusz Zukowski und Falko Michel trafen jeweils doppelt. Holstein Kiel stoppte das Comeback des TSV 1860 München mit einem 2:0; Phil Herres brachte die Gäste per Kopf in Führung, Guillermo Balzi machte kurz vor Schluss alles klar.
Die SV Elversberg setzte sich beim MSV Duisburg 3:1 durch und tankte kurz vor dem Ligastart Selbstvertrauen. Der FC Augsburg rang Energie Cottbus erst spät nieder (2:0), während Bayer Leverkusen mit Coach Carles Martínez ein 4:0 bei Wehen Wiesbaden schaffte.











