Vor großer Kulisse: Bayern setzt sich erwartungsgemäß gegen Union Berlin durch

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Vor 17.083 Zuschauern in der Alten Försterei hielt Union Berlin eine Halbzeit lang mit — nach dem Seitenwechsel setzte sich Rekordmeister FC Bayern jedoch klar durch. Das Eröffnungsspiel der 37. Frauen-Bundesliga endete 4:1 für die Münchnerinnen.

Feierlicher Auftakt und neuer Zuschauerrekord

Auf dem Rasen schwenkten 14 Fahnenträger die Wappen der Bundesligaclubs. Helfer legten zwei große Wimpel mit den Emblemen von Union und Bayern aus; die Bühne war fürs Eröffnungsspiel bereitet.

Fahnenträger schwenken Vereinswappen vor dem Spiel
Feierlicher Auftakt mit Fahnenträgern und großen Wimpeln in der Alten Försterei.

Für Union begann die zweite Saison in der Bundesliga, für Trainerin Marie-Louise Eta war es das erste Spiel als Cheftrainerin. Mit 17.083 Gästen stellte der Klub einen neuen Zuschauerrekord für ein Bundesligaspiel der Union-Frauen auf.

Union verpasst die frühe Führung

Die Gäste aus München starteten zwar präsenter, die erste große Chance jedoch hatte Union. In der 7. Minute lief Eileen Campbell allein auf Torhüterin Ena Mahmutovic zu, schoss aber am Gehäuse vorbei.

Den ersten Treffer erzielte schließlich Klara Bühl. Die Nationalspielerin verwandelte in der 26. Minute einen direkten Freistoß aus etwa 20 Metern und brachte Bayern damit mit 1:0 in Führung.

Bayern entscheidet die Partie nach der Pause

Direkt nach Wiederanpfiff zogen die Münchnerinnen das Tempo an. In der 47. Minute traf Pernille Harder mit einem flachen Schuss von der Strafraumkante zum 2:0.

Spielerinnen von Bayern feiern ein Tor nach Wiederanpfiff
Bayern erhöhte direkt nach der Pause und entschied die Partie.

Wenige Minuten später erhöhte Glodis Viggosdottir in der 60. Minute auf 3:0. Union kam danach besser ins Spiel und erzielte in der 79. Minute durch Nele Bauereisen den Anschlusstreffer zum 1:3.

Den Schlusspunkt setzte Sophie Proost in der 90. Minute zum 4:1-Endstand für Bayern.

Etas Bilanz: Einsatz gelobt, Ergebnis schmerzlich

Trainerin Eta hob die Moral ihrer Mannschaft hervor: „Was mir besonders gut gefallen hat, war, dass die Mannschaft weitergemacht und nicht die Köpfe hängen gelassen hat.“

Gleichzeitig war die Enttäuschung groß. Eta sagte: „Ein 1:4 ist sehr deutlich.“

Phasenweise Umsetzung des Matchplans

Dass ausgerechnet der ungeschlagene Titelverteidiger in Köpenick gastierte, erhöhte die Schwierigkeit für Union. Bayern blieb damit in der Liga ohne Niederlage und baute seine Serie auf 43 Bundesligaspiele ohne Pleite aus.

Eta hatte ein aggressives Pressing und schnelles Umschalten gefordert. Davon sah man in der ersten Halbzeit wiederkehrende Ansätze. Nach den beiden Gegentreffern kurz nach der Pause zog Bayern jedoch das Tempo zurück und überließ Union mehr Ballbesitz.

Die Trainerin sah sowohl positive Momente im Pressing als auch Defizite im eigenen Ballbesitz, speziell fehlenden Mut in bestimmten Phasen.

Standards als entscheidender Faktor

Verteidigerin Samantha Steuerwald bilanzierte offen: „Natürlich ist das Ergebnis enttäuschend, weil wir uns anderes vorgenommen hatten. Aus dem Spiel heraus haben wir aber wenig zugelassen und selbst Chancen gehabt. Gekillt haben uns die Standards.“

Sie fügte an, dass es offensiv klare Ansatzpunkte gebe: „Man hat gesehen, dass wir einen guten Zug nach vorne haben. Was noch gefehlt hat, waren das Tor und die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor.“

„Das werden wir uns anschauen und daraus lernen“, sagte Steuerwald abschließend.

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