Zurück in Berlin: Fabian Reese im DFB-Pokal – was steht ihm bevor?

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69 Tage nach seinem umstrittenen Abgang kehrt Fabian Reese mit dem VfL Wolfsburg nach Berlin zurück – und zwar auf dem Trainingsgelände seines früheren Klubs Hertha BSC. Die Rückkehr fällt in die erste Runde des DFB-Pokals: Am Montagabend trifft der relegierte Hauptstadtverein im Amateurstadion der Hertha auf den Regionalligisten VSG Altglienicke (18 Uhr, Sky und RTL+).

Heimkehr unter gemischten Vorzeichen

Für Reese ist der Besuch eine Rückkehr in vertraute Umgebung, aber nicht ohne Kontroversen. Nach seinem Wechsel nach Niedersachsen hatte der 28-jährige Angreifer in Berlin scharfe Kritik einstecken müssen. In sozialen Medien fiel manches Urteil deutlich aus – und traf ihn nach eigenen Angaben.

Trainingsgelände mit Tor und Flutlicht in Berlin aus der Ferne
Reese kehrt aufs frühere Trainingsgelände zurück — die Atmosphäre könnte geladen sein.

„Es hat mich jedenfalls getroffen. Alles andere wäre gelogen. Aber ich kann das auch einordnen“, sagte Reese jüngst der Süddeutschen Zeitung. Er fügte hinzu, dass aus positiven Gefühlen mitunter Enttäuschung und sogar Hass werden könne.

Geteilte Stimmen aus dem Fanlager

Stimmen aus dem Berliner Umfeld reichen laut rbb von deutlicher Ablehnung bis zu Verständnis. Einige Fans bemängelten, er habe viel geredet, aber wenig geliefert; andere erklärten, sie wollten gar nicht über ihn sprechen. Es gab jedoch auch Anhänger, die Reeses Schritt nachvollziehen konnten und ihm langfristig eine Rückkehr offenhalten würden.

Reeses Bilanz in Berlin

Zwischen 2020 und 2023 war Reese eines der prägenden Gesichter bei Hertha. In insgesamt 91 Pflichtspielen kam er auf 66 Torbeteiligungen und galt lange Zeit als einer der stärksten Spieler der zweiten Liga. Sein emotionales Verhältnis zu Stadt und Verein war öffentlich – erst im Vorjahr hatte er seinen Vertrag langfristig verlängert.

Spielstatistiken und Torbeteiligungen auf einem Tablet
Reeses Bilanz: 91 Pflichtspiele und 66 Torbeteiligungen in Berlin.

„Jedes Bekenntnis zu Hertha und Berlin kam aus vollster Überzeugung“, sagte Reese und nannte die Berliner Jahre das bislang schönste Kapitel seines Lebens. Sportlich gelang der erhoffte Aufstieg in die Bundesliga jedoch nicht.

Warum der Wechsel für alle Seiten Sinn ergab

Reese selbst betont, dass wirtschaftliche Gründe eine Rolle spielten. „Mir wurde gesagt: Pass auf, Fabian, wir müssen Geld generieren, und für dich wäre ein Wechsel die beste Möglichkeit, um in deiner Karriere den nächsten Step zu machen“, erklärte er.

Hertha stand dem Bericht zufolge vor finanziellen Zwängen: Transfererlöse und Einsparungen beim Personal waren notwendig. Gleichzeitig bieten sich für Reese bei VfL Wolfsburg aktuell bessere Chancen, in der Bundesliga zu spielen. Aus sportlicher und finanzieller Perspektive ließ sich der Transfer daher begründen.

Auf dem Platz: Aktuelle Form und Gegner

Beim VfL sorgte Reese zuletzt für Aufsehen, als er am vergangenen Wochenende mit einem späten Strafstoß den ersten Saisonsieg brachte und seinen Gefühlen beim Jubel freien Lauf ließ. Wie die Rückkehr nach Berlin ausfallen wird, hängt auch von der Stimmung auf den Rängen ab.

Für die VSG Altglienicke indes steht in erster Linie das sportliche Duell im Vordergrund. Der Klub hat sich in Berlin als dritter Kraft etabliert und will den Favoriten ärgern. Mit den Neuverpflichtungen John Anthony Brooks und Tolga Cigerci, die beide zuletzt noch bei Hertha unter Vertrag standen, peilt Altglienicke den Aufstieg in die 3. Liga an.

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