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Fabian Reese erlebte in Berlin einen bewegten Abend: Beim DFB-Pokal-Duell zwischen VSG Altglienicke und VfL Wolfsburg gab es Drama bis zum Elfmeterschießen. Vor 5.000 Zuschauern im ausverkauften Stadion am Wurfplatz setzten sich die Niedersachsen nach einem 3:3 durch und gewannen am Ende 9:8 im Strafstoß-Entscheid (3:3, 2:2, 0:1).
Ein Rückkehrer unter Pfiffen
Reese, der 2023 von Holstein Kiel zu Hertha BSC gewechselt war und sich dort zum Publikumsliebling entwickelte, kehrte nun mit seinem neuen Verein in die Hauptstadt zurück. Schon beim Aufwärmen empfing ihn der Block hinter dem Tor mit Pfiffen, die sich während des Spiels immer wieder bemerkbar machten.

Als der Stürmer den Ball berührte, war die Stimmung gespalten: Abwechselnd Buhrufe und später auch kurze Jubelstöße, wenn Altglienicke trafen. Gegen Ende der Partie verwandelte sich die Atmosphäre in einen reinen Pokalkrimi.
Spannung bis zur letzten Sekunde
Altglienicke ging früh durch Jonas Nietfeld in Führung (6.). Wolfsburg antwortete durch den eingewechselten Kapitän Maximilian Arnold, der aus rund 30 Metern zum 1:1 traf (55.).

Ein Fehler von Wolfsburg-Keeper Jakub Zielinski führte zum erneuten Rückstand, als Jonas Saliger zum 2:1 traf (71.). Arnold glich per direktem Freistoß zum 2:2 aus (83%) und schickte die Partie in die Verlängerung.
In der Verlängerung traf Mehmet Ibrahimi zum 3:2 (110.), ehe Hauke Wahl nach einer Vorlage von Reese zum 3:3 ausglich (117.). Im anschließenden Elfmeterschießen verschoss Reese als vierter Schütze, doch eine Parade von Zielinski und der Treffer von Kilian Fischer sorgten letztlich für Wolfsburgs Einzug in die nächste Runde.
Zuschauer und frühere Teamkollegen
Das ausverkaufte Stadion bot eine konfliktgeladene Kulisse: Ein Teil der Fans schien den Wechsel Reeses von Hertha zum Ligakonkurrenten persönlich zu nehmen und trug seine Kritik lautstark ins Stadion. Beobachter sahen, wie sich Online-Frust in Pfiffe verwandelte.
Unter den Zuschauern befanden sich mehrere ehemalige Hertha-Spieler, darunter Toni Leistner, Diego Demme, Deyovaisio Zeefuik, Marton Dardai, Kevin Sessa und Linus Gechter. Für Reese war es damit ein Abend voller gegensätzlicher Gefühle: Anerkennung, Ablehnung und Sport-Drama in einem.












