Nach Pokal-Krimi: VSG Altglienicke erklärt sich unbesiegbar

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Die Regionalligisten von VSG Altglienicke rangen Favorit VfL Wolfsburg in der ersten Pokalrunde bis ins Elfmeterschießen — und führten dabei gleich dreimal. Am Ende setzten sich die Wölfe knapp mit 6:5 im Strafstoßduell durch.

Knisternde Stimmung und späte Enttäuschung

Für Torsten Mattuschka war die Partie ein Wechselbad der Gefühle. Der sportliche Leiter der Altglienicker erlebte die Höhen nach den eigenen Führungstreffern und die Frustration über jeden Gegentreffer.

Fanreaktionen und gespannte Stimmung nach Toren im Pokalspiel
Knisternde Stimmung im Stadion nach den Führungstreffern von Altglienicke.

„Wir waren dreimal vorn, hatten den Matchball im Elfmeterschießen, also vier große Chancen. Und bekommen es nicht zu Ende. Das tut echt weh. Die Jungs tun mir unfassbar leid. Weil die etwas richtig Cooles hingebastelt haben, was so nicht erwartbar war“, sagte Mattuschka nach dem Spiel zur Bild.

Live dabei – als TV-Experte

Mattuschka begleitete das Spiel nicht nur an der Seitenlinie: Er war für Sky als TV-Experte verkabelt und feuert sein Team aus der Übertragung an. Vor den Strafstößen rief er lautstark: „Komm‘, zu Ende bringen, Männer, belohnen.“

TV-Experte mit Headset an der Seitenlinie
Mattuschka als TV-Experte verkabelt an der Seitenlinie.

Trotz der Unterstützung und mehrerer Führungen gelang Altglienicke der letzte Schritt nicht. Im Elfmeterschießen behielten die Gäste knapp die Oberhand und zogen in die nächste Runde ein.

Stolz trotz Ärger

Ungeachtet der Niederlage überwiegt beim Klub der Stolz auf die gezeigte Leistung. Mattuschka forderte, keine niedergeschlagenen Gesichter zu sehen: „Ich möchte auch keinen sehen, der heute irgendwie mit einem gesenkten Kopf nach Hause geht. Ich weiß, dass es schwer ist, weil man jetzt als Verlierer Leere verspürt. Trotzdem muss man das große Ganze sehen und da haben wir uns sensationell präsentiert.“

Trainer blickt nach vorne

Trainer Dan Twardzik lobte die Einstellung seiner Mannschaft: „Wir sind von der Mentalität her nicht totzukriegen. Man muss immer mit uns rechnen bis zur letzten Minute und das ist etwas, was wir auf jeden Fall für die nächsten Wochen und unsere Aufgaben, unsere Ziele mitnehmen müssen.“

Sportlich kann der Klub auf ein solides Frühjahr bauen: In der Regionalliga Nordost ist Altglienicke noch ungeschlagen und sammelte bislang drei Siege und zwei Unentschieden. Am Freitag empfängt der Verein die BSG Chemie Leipzig (Anstoß 19 Uhr).

dpa/dw

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