Was hinter dem Pop-up-Freibad an der Volksbühne steckt

Zusammenfassung zeigen Zusammenfassung verbergen


Der Platz vor der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz wird für August und September zum offenen Schwimmbad: Das sogenannte Volksbad lädt kostenfrei zum Baden ein und bleibt voraussichtlich bis zum 1. Oktober aufgebaut. Initiator ist Matthias Lilienthal, der mit dem Projekt öffentlich zugängliche Räume markieren will.

Was Besucherinnen und Besucher erwartet

Im Zentrum steht ein Becken mit einer Länge von 25 Metern, das ohne Eintritt genutzt werden kann. Der Zugang erfolgt über kostenlose Zeitfenstertickets, die online im Webshop der Volksbühne gebucht werden müssen. Ein gebuchtes Zeitfenster gilt für zwei Stunden.

25-Meter-Becken auf einem städtischen Platz mit Badenden
Das zentrale 25-Meter-Becken des Pop-up-Volksbads steht allen Besucherinnen offen.

  • Dienstag, Mittwoch, Freitag, Samstag: 12:00–20:00 Uhr
  • Donnerstag: 13:00–21:00 Uhr
  • Montag, Sonntag und an Feiertagen: geschlossen

Neue Tickets werden laut Veranstalter drei Tage im Voraus freigeschaltet. Angaben zu begleitendem Programm wie DJ-Sets oder Schwimmkursen finden sich ebenfalls auf der Website der Volksbühne. Bei Unwetter kann es kurzfristige Änderungen der Öffnungszeiten geben.

Ausstattung, Sicherheit und Regeln

Die Volksbühne stellt keine Ensemble-Garderoben zur Verfügung; stattdessen gibt es vor Ort einzelne Umkleiden, Einzelduschen, WCs sowie Schließfächer. Zur Sicherheit sind Rettungsschwimmerinnen und -schwimmer sowie Sicherheitsdienst im Einsatz. Eine Badeordnung wird zum Start veröffentlicht und vor Ort ausgehängt.

Mobile Umkleiden und Schließfächer am Rande eines temporären Schwimmbads
Vor Ort gibt es einzelne Umkleiden, Duschen, WCs und Schließfächer.

Das Becken hat durchgehend eine Tiefe von 1,30 m. Deshalb sind minderjährige Nichtschwimmer nur in Begleitung einer schwimmfähigen Aufsichtsperson ab 16 Jahren zugelassen. Laut Veranstalter sind voraussichtlich kostenlose Schwimmkurse für Kinder geplant.

Gastronomie gibt es in Form einer Imbissbude außerhalb des Wasserbereichs. Getränke lassen sich an einem Trinkwasserbrunnen nachfüllen; Glasflaschen sind aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt.

Hintergrund: Warum ein Volksbad vor der Volksbühne?

Matthias Lilienthal, neuer Intendant der Volksbühne, begründet das Pop-up-Projekt als Statement für frei zugängliche Räume in der Stadt. Bei der Vorstellung der Pläne sagte er Anfang Juni gegenüber dem Sender rbb: „Die Volksbühne versteht unter theatralischen Events auch, wenn zwei Leute sich nass spritzen.“ Lilienthal nannte das Projekt zudem einen Protest gegen den Verfall öffentlicher Infrastruktur.

Anreise und Ausblick

Das Volksbad ist fußläufig von der U2-Station Rosa-Luxemburg-Platz oder der U8-Station Alexanderplatz zu erreichen. Nach dem Ende des Pop-up-Betriebs am 1. Oktober beginnt an der Volksbühne die reguläre Spielzeit. Den Auftakt bildet die Uraufführung „House of Hopes“ von Stefan Kaegi und Daniel Wetzel.

Geben Sie Ihr Feedback

Seien Sie der Erste, der dieser Beitrag bewertet
oder hinterlassen Sie eine detaillierte Bewertung



stadtmorgen.de ist ein unabhängiges Medium. Unterstützen Sie uns, indem Sie uns zu Ihren Google News Favoriten hinzufügen:

Kommentar posten

Kommentar veröffentlichen