Wie Matthias Pees Berlin erlebt

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Matthias Pees, Intendant der Berliner Festspiele, beantwortet im kurzen Berlin‑Fragebogen persönliche Vorlieben und kleine Beobachtungen zur Stadt. Die Antworten geben Einblick in seine Lieblingsorte, kulturelle Empfehlungen und was ihn in Berlin stört.

Stadtorte, Empfehlungen und Ärgernisse

Biergarten im Kleinen Tiergarten nennt Pees als seinen Lieblingsort – dort trete gelegentlich eine alte Moabiter Jazzcombo auf, sagt er.

Besucher in einem Biergarten mit Live-Jazz-Musik
Der Kleine Tiergarten ist ein beliebter Ort für Live-Jazz und Entspannung

Zum Pflichtprogramm gehört für ihn ein Blick ins ICC — von innen. Ein Ort, den man gesehen haben sollte.

Was die Stadt angeht, findet er das Viertel Mitte überbewertet. Anders sieht er das bei Moabit, das er für unterschätzt hält.

Kleine alltägliche Ärgernis: kaputte Radwege.

Persönliches, Kultur und Entspannung

Am Tresen würde er gern einmal Rio Reiser treffen. Was man in Berlin besser lassen sollte? „Alles besser wissen.“

Zum Entspannen nennt Pees Vabali und den Schlosspark Charlottenburg.

Literatur, Film und Musik

Als Lieblingsbuch wählt er Walter Benjamins „Berliner Kindheit um neunzehnhundert“.

Als Film nennt er „Gelbe Briefe“ von İlker Çatak, in dem Berlin als Ankara auftaucht.

Bei den Songs steht David Bowies „Heroes“ auf der Liste – und „Tommy“ von Annen May Kantereit.

Soziale Medien und unerledigte Sehnsüchte

Sein Lieblings‑Account aus Berlin ist der des Gropius Bau.

Modernes Kunstmuseum mit Besuchern in der Ausstellung
Der Gropius Bau ist ein wichtiger Kulturort in Berlin

Einen Ort, den er noch nie besucht hat: das Atelier von Tomás Saraceno in Rummelsburg.

Auf die Frage, was Berlin ausmacht, antwortet er knapp: „… du willst.“

Ein Berliner Witz — historisch

Als „wahrsten Witz über Berlin“ zitiert Pees Johann Wolfgang von Goethe:

„Es lebe aber (…) dort ein so verwegener Menschenschlag beisammen, dass man mit der Delikatesse nicht weit reicht, sondern dass man Haare auf den Zähnen haben und mitunter etwas grob sein muss, um sich über Wasser zu halten.“

75 Jahre Berliner Festspiele — Ausgewählte Programmpunkte

Zum Jubiläum gibt es mehrere Formate. Die Thementage „Reflexe & Reflexionen: Die große Unordnung“ wurden von Saba‑Nur Cheema und Meron Mende kuratiert und laufen im Gropius Bau, Do–So, 27.–30.8.

Ein weiteres Projekt heißt „What If Berlin. Die Ringbahn als Bühne für 27 vergessene Zukunftsvisionen“. Akira Takayama bietet dazu Guided Tours zu 27 Ringbahnhöfen an, jeweils Fr–So vom 28.8. bis 20.9.

Außerdem steht das Musikfest Berlin auf dem Programm. Spielstätten sind das Haus der Berliner Festspiele, die Philharmonie Berlin, das Konzerthaus Berlin und die Deutsche Oper Berlin; Termine: Fr–Mi, 28.8.–23.9.

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