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Wer die partielle Sonnenfinsternis Mitte August verpasst hat, bekommt Ende des Monats eine zweite Chance, den Himmel zu beobachten: In den frühen Morgenstunden des 28. August fällt über Berlin eine partielle Mondfinsternis ins Auge – sichtbar ohne Spezialausrüstung, aber mit freiem Blick zum Horizont.
Was genau passiert?
Bei der am 28. August zu beobachtenden Erscheinung stellt sich die Erde zwischen Sonne und Mond. Ihr Schatten fällt auf den Mond, doch die Verfinsterung ist partiell – der Mond wird nicht vollständig verdeckt. Rund sechs Prozent des Monddurchmessers fehlen zur kompletten Finsternis.

Eine Mondfinsternis tritt nur bei Vollmond auf. Trotzdem sind sie nicht bei jedem Vollmond sichtbar, weil die Mondbahn gegen die Erdbahn geneigt ist. Wenn mehr als 90 Prozent der Mondfläche im Schatten liegen, entsteht an der verbleibenden hellen Stelle oft ein leuchtender Rand statt des tiefroten „Blutmonds“.
Wann solltet ihr aufstehen?
Der Ablauf in Kurzdaten: Der Mond erreicht den Erdhalbschatten ab 3.23 Uhr. Sichtbar spannender wird es ab etwa 4.34 Uhr, wenn der Himmel bereits zur Morgendämmerung übergeht. Das in Berlin erreichbare Maximum liegt bei 6.12 Uhr – dann sind laut Berechnung 93,7 Prozent des Monddurchmessers im Erdschatten.
Das Zeitfenster ist eng: Nur wenige Minuten nach dem Maximum geht der Mond in Berlin unter (gegen 6.17 Uhr). In den entscheidenden Momenten steht der Mond sehr tief am Horizont. Wer das volle Ereignis sehen will, braucht daher eine freie Sicht Richtung Westen bis West-Südwest.
Wo in Berlin lohnt sich der Blick nach oben?
Offene Flächen bieten die besten Chancen. Der Teufelsberg und der nahe Drachenberg sind beliebte Aussichtspunkte mit weitem Panorama über West-Berlin. Ein Spaziergang durch den Grunewald oder ein Abstecher zum Teufelssee passen gut dazu und machen den frühen Ausflug komplett.

Alternativ reicht ein freies Feld am Stadtrand. Wichtig ist nur: keine Häuserreihen oder Baumwipfel im Blickfeld. Schon geringe Hindernisse können die Sicht auf den tiefstehenden Mond beeinträchtigen.
Augenschutz: Nicht nötig
Im Unterschied zur Sonnenfinsternis ist das Betrachten einer Mondfinsternis für die Augen unbedenklich. Ihr benötigt keine Schutzbrille oder spezielle Filter. Ein Fernglas oder ein kleines Teleskop kann die Details hervorheben, ist aber nicht erforderlich.
Wann wieder ein besonderes Ereignis?
Wer den frühen Wecker meiden möchte: Die nächste in Berlin besonders eindrückliche Gelegenheit kommt 2028. An Silvester 2028 ist laut Berechnung die nächste totale Mondfinsternis über der Stadt zu sehen. Dann tritt der Mond vollständig in den Kernschatten der Erde, und das von der Atmosphäre gebrochene Licht färbt ihn rot bis kupferfarben.











