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Seit dem 1. Juli läuft die Sommer-Transferperiode in den europäischen Topligen – doch viele Klubs haben mit Blick auf die WM zunächst abgewartet. In den kommenden Wochen ist mit deutlich mehr Bewegung zu rechnen: Abgaben, neue Verpflichtungen und das übliche Rennen zum sogenannten Deadline Day am 1. September stehen an.
Fristen und Regularien
Vereine dürfen Spielerformell nur in zwei festgelegten Zeitfenstern anmelden: im Januar und im Sommer. In Deutschland beginnt die Sommerperiode am 1. Juli und endet in diesem Jahr am 1. September.
Ausnahmen gab es in diesem Jahr in England und Frankreich: Dort waren Registrierungen bereits ab dem 15. Juni möglich. Für die Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga gilt zudem die Einschränkung, dass Spieler am Transferschluss nur bis 20 Uhr registriert werden können.
Große Transfers innerhalb der Bundesliga
Besonders auffällig sind die Ausgaben von Rekordmeister Bayern München. Die Münchner sicherten sich den Marokkaner Ismael Saibari von der PSV Eindhoven und den deutschen Nationalspieler Nathaniel Brown von Eintracht Frankfurt. Beide Verpflichtungen kosteten jeweils rund 50 Millionen Euro (Stand: 21. Juli 2026) und zählen damit zu den bisher teuersten Neuzugängen der Liga in diesem Sommer.

Weitere prominente Neuzugänge
Außerhalb Münchens lagen die Ablösesummen deutlich niedriger. Bayer Leverkusen zahlte für den Portugiesen Alfonso Moreira etwa 30 Millionen Euro an Olympique Lyon. RB Leipzig verstärkte sich mit dem Innenverteidiger Maxime Estève (25 Mio.) von Burnley, und die TSG Hoffenheim verpflichtete das belgische Talent Nathan De Cat für rund 20 Millionen Euro von Anderlecht. Auch Borussia Dortmunds neuer Innenverteidiger Joane Gadou kam aus Salzburg und bewegt sich preislich in dieser Größenordnung.
Die teuersten Transfers des Sommers
Der größte Bundesliga-bezogene Deal dieses Sommers war ein Wechsel nach England: Der SC Freiburg verkaufte den Schweizer WM-Teilnehmer Junior Manzambi an Aston Villa für 60 Millionen Euro; Boni könnten den Betrag auf 70 Millionen erhöhen.

Auf europäischer Ebene dominiert die Premier League nach wie vor den Transfermarkt. Bislang teuerster internationaler Transfer ist der Wechsel von Elliot Anderson von Nottingham Forest zu Manchester City für 135 Millionen Euro. Es folgen die Verpflichtungen von Sandro Tonali (108 Mio.) und Mateus Fernandes (99 Mio.), die beide zu Tottenham Hotspur wechselten. Der bisher teuerste Wechsel außerhalb Englands ist der Transfer von Anthony Gordon zu FC Barcelona für 80 Millionen Euro von Newcastle United.
Wie geht es bis zum Ende des Fensters weiter?
Trotz einiger hochkarätiger Abschlüsse ist der Markt noch nicht ausgereizt. Viele Klubs hielten sich während der WM zurück; das dürfte sich nun ändern. Häufig löst ein größerer Transfer weitere Verhandlungen aus – das bekannte Domino-Prinzip.
Erwartet wird vor allem in den letzten Tagen bis zum 1. September erhöhte Aktivität. Traditionell konzentrieren sich viele Deals auf den sogenannten Deadline Day, an dem bis zum späten Abend noch eilig Verträge geschlossen und Spieler registriert werden.











