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- Zentrale Anlaufstelle auf der Museumsinsel
- Chanson-Abend und Crime-Karaoke im Ephraim-Palais
- Marc Brandenburg: Ausstellung und Mitmachstationen
- „Tatort Urzeit“: Spurensuche im Naturkundemuseum
- Quiz, Safeknacken und Lügendetektor
- Poetisches Picknick unter dem Mond
- Handwerklich kriminell: Falschgeld drucken
- Interaktives LARP im Computerspielemuseum
- Kriminaltango und inklusive Tanzräume
- Sternenhimmel in der Spätnacht
- Urheberrecht, Podcast und Klangkunst
- Puppen, Legenden und Marionettenrevue
- Kriminell queer: Performance und Ausstellungstouren
- Vertuschte Verbrechen in der DDR
Die Lange Nacht der Museen verwandelt Berlin am 29. August in eine einzige Kulturmeile: Von 18 bis 2 Uhr öffnen 75 Häuser ihre Türen und bieten mehr als 750 Programmpunkte, die sich mit nur einem Ticket besuchen lassen. Ob Sternwarte, Gedenkstätte oder Nischenmuseum – das Angebot reicht von Live-Musik und Führungen bis zu interaktiven Aktionen.
Zentrale Anlaufstelle auf der Museumsinsel
Wer Orientierung sucht, findet auf der Museumsinsel einen Infostand mit Hinweisen auf Deutsch und Englisch. Dazu gibt es Food-Stände, eine Silent Disco und ein Stummfilmkonzert – und viele Museen liegen direkt in Laufweite.
Chanson-Abend und Crime-Karaoke im Ephraim-Palais
Im Salon des Ephraim-Palais bringen Melanie Schmidli und Martino Dessi selten gespielte Kurt-Weill-Stücke auf die Bühne. Die Lieder thematisieren Macht, Verführung und nächtliche Stadtgestalten.

Draußen übernehmen die Dragqueens Nancy Nutter und Oozing Gloop die Karaoke-Bühne als Hosts. Mitsingen und Tanzen sind ausdrücklich erwünscht.
Ephraim-Palais, Poststr. 16, Mitte — geöffnet 18–2 Uhr. Weill-Konzerte um 19, 20 und 21 Uhr; Karaoke 22–1 Uhr; Führungen ab 18.30 Uhr.
Marc Brandenburg: Ausstellung und Mitmachstationen
Die Berlinische Galerie beleuchtet in der Schau „20th Century Debris“ Brandenburgs Schwarz-Weiß-Ansichten von Berlin — zwischen Exzess und Alltagsbeobachtung. Kurzführungen zeigen die Anfänge seiner Arbeit im West-Berlin der 1980er.
Vor Ort lädt eine Fanzine-Station zum eigenen Heftmachen ein; außerdem werden Siebdruck angeboten und später Aktzeichnen.
Alte Jakobstr. 124–128, Kreuzberg — Siebdruck 18–21 Uhr, Fanzine-Station 20–22 Uhr, Führungen 20.30 & 21.30 Uhr, Aktzeichnen 22–1 Uhr.
„Tatort Urzeit“: Spurensuche im Naturkundemuseum
Im Museum für Naturkunde helfen Skelettfunde und Präparate bei der Rekonstruktion von Todesursachen aus prähistorischer Zeit. Die Führung „Tatort Urzeit“ nutzt Exponate, um Hypothesen zu belegen.
Parallel zeigt die Bibliothekssammlung, wie sich falsches Wissen in Datenbanken einschleichen kann — ein Thema mit Bezug zur aktuellen Debatte über Fehlinformationen, auch durch fehlgeleitete KI-Einträge.
Museum für Naturkunde Berlin, Invalidenstr. 43 — „Tatort Urzeit“ stündlich ab 18 Uhr (außer 20 Uhr); Programm „Gelogen und Betrogen“ 18–1 Uhr.
Quiz, Safeknacken und Lügendetektor
Im Bode-Museum wird das Museumscafé zur Quiz-Arena: In Teams bis fünf Personen treten Besucher gegen- und miteinander an – die Gewinner dürfen mit einer kleinen Überraschung rechnen. Eine Anmeldung im Vorfeld ist nötig.
Und im Deutschen Spionagemuseum können Besucher an Codier-Workshops teilnehmen, Tresore ausprobieren oder sich an einem Lautsprecher-gebundenen Lügendetektor testen, der den Herzschlag hörbar macht.
Bode-Museum, Am Kupfergraben 3 — Quiz-Nights um 18.30, 21.30 und 23 Uhr.
Deutsches Spionagemuseum, Leipziger Platz 9 — „Verschlüssele deine Nachricht“ 18–21 Uhr; Tresor-Aktionen und Lügendetektor ab 18 Uhr.
Poetisches Picknick unter dem Mond
Das Haus der Kulturen der Welt bietet mit „Moon Meat Lyrical“ ein nächtliches Programm aus Texten, Musik und einem Picknick auf der Terrasse. Die Veranstaltung läuft in englischer Sprache und ist als ruhiger Ausklang der Museumsnacht gedacht.
John-Foster-Dulles-Allee 10 — 21.45–23.45 Uhr.
Handwerklich kriminell: Falschgeld drucken
Im Kurt Mühlenhaupt Museum heißt es „Benvenuti a la famiglia“: Besucher können unter Anleitung gefälschte Banknoten und Dokumente herstellen — und erhalten zusätzlich ein temporäres Mafiatattoo. Das Angebot läuft über den gesamten Abend.
Fidicinstr. 40, Kreuzberg — durchgehend ab 18 Uhr.
Interaktives LARP im Computerspielemuseum
Das LARP-Kollektiv Monstrous Immersive versetzt Gäste in eine Diebes-Quest. Durch Rätsel und Teamarbeit tauchen Teilnehmende in Geschichten rund um Videospielgeschichte und -kultur ein.
Computerspielemuseum, Karl-Marx-Allee 93a — 23–2 Uhr.
Kriminaltango und inklusive Tanzräume
Im Käthe-Kollwitz-Museum entsteht mit dem „Kriminaltango“ ein offener, inklusiver Raum für improvisierten Tanz. Das Projekt setzt auf Gestik und Blickkontakt statt vieler Worte und ist niedrigschwellig angelegt.
Spandauer Damm 10, Charlottenburg — 19–21 Uhr; Programm in Deutsch und Deutscher Gebärdensprache (DGS).
Sternenhimmel in der Spätnacht
Bei klarem Himmel öffnet die Wilhelm-Foerster-Sternwarte die Teleskope: Der fast volle Mond und der Planet Saturn sind zu sehen, außerdem erwartet Besucher ein offener Blick in den Nachthimmel.

Munsterdamm 86, Steglitz — 20.30–24 Uhr (witterungsabhängig).
Urheberrecht, Podcast und Klangkunst
Im PalaisPopulaire diskutieren Brit Noise und Julia Meyer-Brehm in einer Live-Podcast-Ausgabe historische und aktuelle Fälle von Urheberrechtsstreitigkeiten — mit Blick auf Lucia Moholy und weitere Beispiele. Musikalische Beiträge und Klanginstallationen ergänzen das Programm.
Unter den Linden 5 — The Vocals 20 Uhr; Live-Podcast 20.30–21.30 Uhr; Klangskulptur „Public Resonator“ zu verschiedenen Zeiten.
Puppen, Legenden und Marionettenrevue
Das Puppentheater-Museum zeigt ein Märchenstück, inspiriert von einer chilenischen Legende, gefolgt von zwei Vorstellungen einer Marionetten-Revue. Die Nacht gehört hier den kleinen Bühnenfiguren.
Karl-Marx-Str. 135, Neukölln — „Das Schädelmädchen“ 23 Uhr; „A Phantom Cabaret“ 24 und 1 Uhr.
Kriminell queer: Performance und Ausstellungstouren
Im Schwulen Museum stehen Performances mit Drag-Elementen auf dem Programm: Themen sind Kriminalisierung, Widerstand und Rollenwechsel. Vor den Shows führen Kuratoren durch queere Bestände aus der Ukraine, der Berliner FrauenLesben-Szene und dem ländlichen Raum.
Lützowstr. 73, Schöneberg — Führungen ab 19 Uhr; Drag-Shows 23.30–24 Uhr und 1–1.30 Uhr.
Vertuschte Verbrechen in der DDR
Die Stasi-Zentrale/Campus für Demokratie widmet sich Fällen, die im sozialistischen Selbstverständnis nicht passten und teils verschwiegen wurden. Nach einer Einführung durch die Historikerin Prof. Dr. Daniela Münkel läuft ein Filmprogramm, das politische Einflussnahme auf Ermittlungen beleuchtet.
Ruschestr. 103, Lichtenberg — Filmprogramm 21–24 Uhr.












