Schon in Londoner Pubs wird sein Name gesungen — Alonsos Beginn bei Chelsea sorgt für Begeisterung

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Der FC Chelsea hat unter Trainer Xabi Alonso die neue Premier-League-Saison mit einem knappen 3:2-Auswärtssieg beim FC Fulham eröffnet. Der Erfolg erweckt den Eindruck, dass Alonso die Blues in kurzer Zeit wieder zu einer funktionierenden Mannschaft geformt hat.

Sieg in Craven Cottage

Chelsea führte schon nach wenigen Sekunden: Mittelstürmer João Pedro traf nach nur 38 Sekunden zur frühen Führung. Später baute Morgan Rogers das Ergebnis aus, ehe Cole Palmer kurz nach der Pause nachlegte. Fulham konterte durch Treffer von Josh King und Gonzalo García, doch am Ende blieb es beim knappen 3:2-Erfolg der Gäste.

Spieler und Fans feiern ein Tor im Stadion
Chelsea erzielte bereits nach 38 Sekunden das erste Tor durch João Pedro.

Die Partie verlief trotz des Sieges nicht ohne Probleme für Chelsea. Beide Gegentore fielen nach Fehlern von Torwart Robert Sánchez, die Fulham im Spiel hielten. Offensiv war vor allem Cole Palmer auffällig; er war an allen Toren der Blues beteiligt.

Erfahrungen und Personalpolitik

Nach einer enttäuschenden Vorsaison, die in Platz zehn und außerhalb der Europapokalränge endete, setzt Chelsea nun bewusst auf mehr Erfahrung. Auf Anweisung des Trainers holte der Klub unter anderem die älteren Routiniers Jordan Henderson (36) und Danny Welbeck (35). Auch Neuzugang Maxence Lacroix, 26, verlieh der Defensive Stabilität.

Routinierte Fußballspieler beim Training auf dem Platz
Chelsea setzt auf mehr Erfahrung mit älteren Spielern wie Henderson und Welbeck.

Der Wechsel in der Kaderpolitik ist Teil des von der Klubführung angekündigten „Prozesses der Selbstreflexion“. Bis dato gehörte kein Spieler im Kader zu den Älteren; der Trend weg von einem reinen Jungensemble ist damit deutlich erkennbar.

Taktik, Einsatz und Premier-League-Erfahrung

Alonso stellte in London eine defensiv kompakte Startelf auf: fünf Verteidiger und zwei defensiv ausgerichtete Mittelfeldspieler sollten den kreativen Dreien im Offensivbereich Raum verschaffen. Dieser Plan funktionierte; Palmer, Rogers und João Pedro sorgten für die entscheidenden Offensivaktionen.

Für Alonso, 44, war es nach seiner Spielerzeit in England der erste Pflichtspielerfolg als Trainer auf der Insel. Zum Premierenspiel kam es gegen Álvaro Arbeloa, der zeitgleich seine Arbeit als Fulham-Trainer aufnahm. Die beiden verbindet eine wechselhafte Beziehung aus gemeinsamen Jahren bei Liverpool, Real Madrid und in der Nationalmannschaft. Auf die Frage, ob er nun mit Alonso ein Bier trinken werde, antwortete Arbeloa: „Ich denke nicht. Gebt mir einige Tage, einige Wochen.“

Ambitionen und Fanreaktionen

Alonso, der Bayer Leverkusen in der Saison 2023/24 zum Double geführt hatte, gilt bei den Blues als Hoffnungsträger. Er unterzeichnete einen Vertrag über vier Jahre und betonte wiederholt, dass er in London für Titel arbeiten wolle, während er konkrete Saisonzielsetzungen vorerst offenlässt.

Nach dem Spiel suchte Alonso noch den Kontakt zu den mitgereisten Anhängern und bedankte sich für deren Unterstützung. Die Fans hatten ihn bereits vor dem Anpfiff lautstark gefeiert — in Stadion und Pubs setzte sich die freudige Stimmung am Abend fort.

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