Bundesliga-Trainer nennen ihre Favoriten auf den Meistertitel

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Kurz vor dem Bundesliga-Auftakt haben Trainer ihre Favoriten auf den Meistertitel genannt — die Mehrheit sieht den Rekordmeister wieder vorn. Überraschungen bleiben möglich: Zwei Übungsleiter verzichten in ihrer Prognose auf Bayern und auch auf Dortmund.

Ein Aufsteiger wagt die gewagteste Prognose

Den mutigsten Tipp gab Ralf Kettemann von Aufsteiger VfB Stuttgart ab. Auf die Frage, wer am Saisonende deutscher Meister wird, antwortete Kettemann kurz: „VfB Stuttgart.”

Spieler des VfB Stuttgart beim Training oder in einem Stadion
Stuttgart wagt eine mutige Prognose auf den Meistertitel.

Dennoch rechnen die meisten Trainer anders. Die Spielzeit beginnt am Freitag mit dem Auftaktspiel FC Bayern München gegen den VfB (20.30 Uhr/ Sat.1 und Sky), und viele Kollegen setzen erneut auf den Rekordmeister.

Deutliche Mehrheit in dpa-Umfrage nennt Bayern

Bei einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur gaben elf Trainer an, das Team von Trainer Vincent Kompany als Titelfavorit zu sehen. Sechs Befragte wollten sich nicht festlegen oder gaben keine klare Antwort.

Hoffenheims Coach Christian Ilzer betonte die Stärken der Münchner: „Bayern besitzt nach wie vor die größte individuelle Qualität, die größte Kadertiefe und gewinnt über 34 Spieltage die meisten Spiele.” Für Ilzer liegen Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund dicht dahinter, doch Meister werde wieder Bayern München.

Freiburgs Coach lobt Kompany

Auch Julian Schuster vom SC Freiburg hegt großen Respekt vor dem Münchner Trainer. „So lange Vincent Kompany der Trainer in München ist, werden die Bayern wohl Meister sein”, sagte Schuster.

Ein Außenseiter und die Stuttgarter Entwicklung

Eugen Polanski, Trainer von Borussia Mönchengladbach, nennt Bayern als Topkandidaten, fügt aber einen Außenseitertipp hinzu: den VfB Stuttgart. Die Schwaben, DFB-Pokalsieger 2025 und Finalist dieses Sommers, hätten in den vergangenen Jahren unter Sebastian Hoeneß einen starken Eindruck hinterlassen.

Dass Stuttgart das Kompany-Team ernsthaft vom Thron stoßen würde, wäre nach Einschätzung vieler Beobachter aber eine große Überraschung.

Wie schnell greifen die Neuzugänge?

Weniger Zuspruch erhalten Borussia Dortmund und RB Leipzig. Beide Clubs durchlaufen einen Teilumbruch und sind daher schwer einzuschätzen.

Junge Spieler von Borussia Dortmund beim Training oder in der Vorbereitung
Wie schnell die Neuzugänge beim BVB greifen, bleibt offen.

Beim BVB stehen Abgänge wie Karim Adeyemi, Julian Brandt und Niklas Süle zu Buche. Entscheidend wird, wie schnell die Neuzugänge ohne Bundesliga-Erfahrung sich einfügen.

Beim 1:2 im Franz-Beckenbauer-Supercup gegen die Bayern zeigten zumindest die jungen Griechen Konstantinos Karetsas und Giannis Konstantelias vielversprechende Ansätze. Ob das reicht, um den Druck auf die Bayern langfristig zu erhöhen, bleibt offen. In der Abschlusstabelle 2025/26 hatte Dortmund als Zweiter 16 Punkte Rückstand auf die Münchner.

Personelle Wechsel bei Leipzig und Leverkusen

RB Leipzig muss nicht nur seinen zu Real Madrid gewechselten Angreifer Yan Diomande ersetzen, sondern startet auch mit einem neuen Trainer in die Saison: Martín Demichelis übernimmt das Amt.

Bayer Leverkusen hatte 2024 die bayerische Dominanz durchbrochen. Nach Erfolgen unter Xabi Alonso folgten die Trainerjahre von Erik ten Hag und Kasper Hjulmand. In die neue Saison geht Leverkusen mit Carles Martínez — doch in der dpa-Umfrage nannte kein Trainer Bayer als klaren Favoriten auf den Titel.

Prominente Stimmen zur Favoritenrolle

Rekordnationalspieler Lothar Matthäus rechnet ebenfalls mit einem deutlichen Vorsprung der Bayern. In einer Sky-Kolumne schrieb er, die Münchner würden „mit mindestens zehn Punkten mehr als die Konkurrenz” abschließen; im Vorjahr lagen sie seinen Worten zufolge sogar 16 Punkte vor Platz zwei.

Aus München selbst betont Sportvorstand Max Eberl die Selbstverständlichkeit der Favoritenrolle: „Wenn du beim FC Bayern bist, dann weißt du, dass du immer der Favorit bist, egal wo und wann und gegen wen du spielst. Wir haben letztes Jahr eine herausragende Saison gespielt und natürlich ist es unser Ziel, diese Leistung wieder zu erreichen.”

dpa

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