Zusammenfassung zeigen Zusammenfassung verbergen
Ein neuer Glasaufzug an einer fast senkrechten Felswand verkürzt für viele Kinder in der Nizhuhe‑Schlucht bei Xuanwei den täglichen Schulweg drastisch. Gleichzeitig zieht die Anlage Besucherströme an und verändert das wirtschaftliche Gefüge der Region.
Schneller weg zur Schule
Früher mussten Schüler aus den abgelegenen Dörfern der Schlucht oft mehrere Stunden zu Fuß zurücklegen. Mit dem neu errichteten Fuyao‑Lift, der an die Felswand gebaut wurde, reduziert sich die Reisezeit auf rund dreißig Minuten.

Der Aufzug überwindet eine Höhe von 288 Metern und fährt mit etwa fünf Metern pro Sekunde. Die Fahrt dauert damit nur etwa 50 Sekunden und bietet dank großflächiger Verglasung weite Ausblicke. Pro Umlauf finden ungefähr 80 Personen Platz.
Technik und Sicherheit
Der Bau und Betrieb des Außenlifts stellten Ingenieure vor mehrere Herausforderungen. Die Region ist durch hohe Luftfeuchtigkeit und dichten Nebel geprägt, außerdem ist der Baufeldraum sehr beengt.
Um einen zuverlässigen Betrieb zu gewährleisten, wurden nach Angaben der Betreiber mehrere Backup‑Systeme installiert, die insbesondere eine unterbrechungsfreie Stromversorgung sicherstellen sollen.
Mehr Besucher, mehr Einkommen
Die Attraktion hat den Zulauf erheblich gesteigert: Täglich kommen nach Angaben aus der Region etwa 15.000 Besucher, zuvor waren es rund 4.000. Dieser Zuwachs belebt den lokalen Dienstleistungssektor.

Gastronomie und Transport profitieren direkt; neue Arbeitsplätze werden geschaffen. Gleichzeitig wurde eine separate Fahrspur für Schüler eingerichtet, damit diese nicht mit dem Touristenverkehr konkurrieren müssen.
Kontext in China
Der Fuyao‑Lift ergänzt bereits bestehende Anlagen in der Provinz: So ging 2022 der deutlich kleiner dimensionierte Qingyun‑Lift in Betrieb. China hält außerdem den Weltrekord für den höchsten Außenaufzug: Der Bailong‑Aufzug überwinden 326 Meter in anderthalb Minuten.











