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Der Berliner Senat hat am 20. Januar 2026 den Weg für den Wiederaufbau der Fassaden der historischen Bauakademie frei gemacht. Der Beschluss setzt eine frühere Entscheidung des Abgeordnetenhauses um und soll die Rekonstruktion des Schinkel-Baus als städtebauliches Leitprojekt verankern.
Was der Beschluss konkret regelt
Der Senat legt damit den Grundstein für einen Realisierungswettbewerb, in dessen Auslobung die Wiederherstellung der äußeren Gestalt als verbindliches Ziel verankert wird. Ziel ist eine möglichst originalgetreue Darstellung der Fassaden, kombiniert mit modernen Anforderungen an Nutzung und Zugänglichkeit.
Für die Hülle des Gebäudes wurden klare Vorgaben vereinbart:
- Orientierung am Entwurf von Karl Friedrich Schinkel
- Erhalt und Nachbildung der baukünstlerischen Gliederungselemente
- Verwendung historischer Ziegel
Diese Vorgaben sollen Ausstrahlung, Materialität und Fernwirkung des ehemaligen Denkmals sichern. Details werden jedoch angepasst, etwa um Barrierefreiheit herzustellen und eine nachhaltige, zeitgemäße Nutzung zu ermöglichen.
Historische Einordnung
Die Bauakademie wurde 1799 von Friedrich Wilhelm III. zur Ausbildung von Architekten gegründet und gilt als Vorläuferin der heutigen Technischen Universität Berlin. Das klassizistische Gebäude mit seiner markanten roten Ziegelfassade entstand nach Entwürfen Schinkels zwischen 1832 und 1836.

Im Zweiten Weltkrieg erlitt die Bauakademie schwere Schäden. Nach einer teilweisen Wiederaufbauplanung wurde das Bauwerk 1962 abgebrochen. Seitdem setzen sich zahlreiche Initiativen dafür ein, das Gebäude in der Mitte Berlins wieder sichtbar werden zu lassen.
Nächste Schritte und beteiligte Stellen
Der Senat will nun gegenüber dem Bund und der Bundesstiftung Bauakademie für die originalgetreue Wiederherstellung werben. In vorausgehenden Verhandlungen haben das Land Berlin, die Bundesstiftung und Vertreter des Bundes eine gemeinsame Zielbeschreibung für den Wettbewerbstext erarbeitet.
An der Formulierung der Zielsetzung waren mehrere Institutionen beteiligt, darunter die Berliner Senatskanzlei, die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sowie das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauen. Auch das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung und die Bundesstiftung Bauakademie gehörten zu den Mitwirkenden.
Für die kommenden Monate steht die Auslobung des Wettbewerbs an. Fachleute und Planer sollen Vorschläge entwickeln, die das historische Erscheinungsbild bewahren und gleichzeitig den Anforderungen einer modernen Nutzung gerecht werden. Der 20. Januar 2026 wird in diesem Zusammenhang als möglicher Aufbruch in der Berliner Baupolitik betrachtet.











