Berlins 5G-Netz erreicht knapp 100 Prozent Abdeckung

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Berlin hat nach eigenen Angaben das erste Etappenziel seiner Gigabit-Strategie bereits Ende 2024 erreicht: Haushalte, Unternehmensstandorte und oberirdische Verkehrswege können demnach flächendeckend mit 5G versorgt werden. Möglich wurde der Schritt durch die enge Abstimmung der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe mit Mobilfunkanbietern und Mastbetreibern.

Ausbau in Zahlen

Parallel zum 5G-Vorhaben stieg die Versorgung mit gigabitfähigen Internetanschlüssen im Jahr 2024 auf rund 96 Prozent. Damit nimmt Berlin im bundesweiten Vergleich eine Spitzenposition ein. Die Angabe bezieht sich auf die Erreichbarkeit gigabitfähiger Anschlüsse für private und gewerbliche Adressen.

Grafik oder Karte, die die Verfügbarkeit gigabitfähiger Anschlüsse in einer Stadt zeigt
Versorgung mit gigabitfähigen Anschlüssen stieg 2024 auf rund 96 Prozent.

Welche Bedeutung hat 5G für Nutzer?

5G, die fünfte Mobilfunkgeneration, wird seit 2019 eingeführt und bringt gegenüber früheren Standards mehrere technische Verbesserungen. Für Endnutzer sind vor allem höhere Datenraten und deutlich geringere Latenzzeiten relevant. Das macht Echtzeitkommunikation und Dienste möglich, die viele gleichzeitig verbundene Geräte erfordern.

Für Unternehmen und Verkehrsbetreiber bedeutet eine breite 5G-Abdeckung, dass Anwendungen mit strengen Anforderungen an Kapazität und Reaktionszeit eher realisierbar sind. Das reicht von vernetzten Verkehrssystemen bis zu datenintensiven Angeboten in urbanen Bereichen.

Technische Grundlagen kurz erklärt

Die Technik von 5G baut auf der vorherigen Generation LTE-Advanced auf. Wichtiger Gestaltungsgrundsatz ist die Modularität: Komponenten werden als unabhängige Dienste angelegt, um Flexibilität und Skalierbarkeit zu erhöhen. Dabei spielt die Trennung zwischen dem Kernnetz (5G Core) und dem Funkzugangsnetz eine zentrale Rolle.

Schematische Darstellung von 5G Core und Funkzugang ohne technische Markennamen
Grundprinzip: Trennung von Kernnetz und Funkzugang erhöht Flexibilität.

Typische technische Kennzeichen von 5G sind unter anderem:

  • Datenraten: theoretisch bis zu 20 Gbit/s (in der Praxis häufig deutlich niedrigere, realistischere Werte liegen beispielsweise bei rund 100 Mbit/s);
  • Nutzung höherer Frequenzbereiche;
  • erhöhte Frequenzkapazität und gesteigerter Datendurchsatz;
  • Fähigkeit zur Echtzeitübertragung und zur gleichzeitigen Ansteuerung sehr vieler Endgeräte;
  • Latenzzeiten: von unter einer Millisekunde bis zu wenigen Millisekunden in Abhängigkeit von Einsatz und Netzkonfiguration.

Kooperation als Schlüsselfaktor

Der Senat nennt die kontinuierliche Zusammenarbeit mit Mobilfunkunternehmen und Betreibern von Sendeanlagen als wesentliche Voraussetzung für das Erreichen des Etappenziels. Solche Kooperationen sind laut Angaben wichtig, um Standortfragen, Ausbaugeschwindigkeit und technische Abstimmungen zu koordinieren.

Kontext und Perspektive

Ein hoher Versorgungsgrad mit gigabitfähigen Anschlüssen und flächendeckendem 5G schafft die Grundlage für weitere digitale Dienste in der Stadt. Welche konkreten Projekte daraus entstehen, hängt allerdings von zusätzlichen Investitionen, regulatorischen Vorgaben und dem Bedarf von Kommunen, Unternehmen und Nutzern ab.

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