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Vertreter von Politik, Verwaltung und dem Unternehmen haben sich am 28. April in Golßen auf eine langfristige Lösung für die Spreewaldkonserve Golßen GmbH verständigt. Die Produktion soll am Standort Golßen erhalten bleiben, zugleich sind jedoch betriebliche Umstrukturierungen mit Stellenabbau geplant.
Standortentscheidung: Keine Verlagerung nach Schöneiche
Bei dem Treffen in Golßen saßen unter anderem Brandenburgs Wirtschaftsminister Daniel Keller, Landrat Sven Herzberger, Bürgermeisterin Andrea Schulz sowie Geschäftsführung und Betriebsrat der Spreewaldkonserve an einem Tisch. Ein wichtiger Punkt: die Option, die Produktion nach Schöneiche zu verlagern, wurde verworfen.

Stattdessen wollen alle Beteiligten die Fabrik in Golßen umgestalten. Dabei ist klar, dass der Umbau mit Personalreduzierungen einhergehen wird. Zugleich betonten die Gesprächspartner, dass der Standort erhalten und die Produktion fortgeführt werden soll.
Land und Landkreis signalisieren Unterstützung
Der Wirtschaftsminister bewertete das Ergebnis als einen Weg, die regionale Produktion der Spreewaldgurke zu sichern und kündigte an, die weitere Planung mit der staatlichen Wirtschaftsförderung zu begleiten. Nach Angaben der Beteiligten soll die Förderseite das Unternehmen bei der Ausarbeitung eines Zukunftsplans unterstützen.
Landrat Sven Herzberger bezeichnete die Entscheidung als Erfolg für die Region. Er hob hervor, dass mit dem Erhalt des Produktionsstandorts ein Stück lokaler Identität bewahrt bleibe und der Landkreis die anstehenden Umbaumaßnahmen prioritär begleiten werde.
Stadt und Belegschaft: Erleichterung nach intensiven Verhandlungen
Bürgermeisterin Andrea Schulz sagte, sie sei erleichtert über die Vereinbarung und dankbar für das Engagement der Beschäftigten. In den vergangenen Wochen habe sie sich für den Erhalt des Standorts eingesetzt und die Gespräche als notwendig und intensiv beschrieben.

Auch der Betriebsratsvorsitzende Gerrit Höhne sowie die Geschäftsführung unter Till Alvermann waren an der Runde beteiligt. Alvermann machte nach Angaben der Teilnehmer deutlich, dass die Neuausrichtung des Unternehmens weiterverfolgt werde, die klare Entscheidung für Golßen aber ein wichtiges Signal setzte.
Tradition und Perspektiven für Golßen
Die Spreewaldkonserve ist Teil der regionalen Geschichte: In Golßen wird die Gurkenproduktion als lokal verankerte Tradition gewertet. Die Entscheidung schaffe Raum für weitere Entwicklungsschritte am Standort, auch wenn nicht alle Arbeitsplätze gerettet werden könnten.
Mit Blick auf kommende Jubiläen betonten die Beteiligten, dass Golßen sowohl seinen Status als Produktionsort der Spreewaldgurke behalte als auch Anlass für lokale Feiern biete: Im kommenden Jahr seien der 750. Stadtgeburtstag von Golßen und das 80-jährige Bestehen des Spreewaldhofes zu erwarten.
Quelle: Pressemeldung der Wirtschaftsförderung Berlin-Brandenburg GmbH, 28.04.2025 (www.wfbb.de)











