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- Dreharbeiten, Team und Veröffentlichung
- Booking-Boom: Anticipation Travel sorgt für Nachfrage
- Warum Tolkien-Fans besonders anreisen
- Drehorte in und um Wellington
- Ökonomische Konsequenzen für Neuseeland
- Von Kühen zu Kameras: Langfristige Effekte
- Symbolik am Flughafen und mögliche Marketing-Aktionen
- Erwartungen und Stimmen aus Wellington
In Wellington laufen seit Juli Dreharbeiten zu Der Herr der Ringe: Die Jagd nach Gollum — doch über den Plot ist wenig bekannt. Regie führt Andy Serkis, der erneut die Figur des Gollum spielt; der Kinostart ist für Ende 2027 geplant.
Dreharbeiten, Team und Veröffentlichung
Die Produktion liegt wieder in den Händen von Sir Peter Jackson, Dame Fran Walsh und Philippa Boyens. Abgesehen davon hält das Produktionsteam Details zur Handlung unter Verschluss.
Für Fans und Reiseanbieter reicht die bloße Nachricht, dass in Wellington gefilmt wird, bereits aus. Die Kombination aus Serkis vor der Kamera und hinter der Kamera weckt Interesse an den Originalschauplätzen von Tolkiens Welt.
Booking-Boom: Anticipation Travel sorgt für Nachfrage
Das Reiseportal Expedia registriert nach Drehbeginn einen deutlichen Anstieg der Unterkunftssuchen für Wellington — rund 70 Prozent mehr Anfragen weltweit.

In Expdias Rangliste der Top-Ziele für Filmtourismus 2027 belegt die neuseeländische Hauptstadt Platz fünf. Die Branche verwendet für diesen Vorlauf den Begriff „Anticipation Travel“: Besucher reisen bereits zu Schauplätzen, bevor ein Film im Kino läuft.
Warum Tolkien-Fans besonders anreisen
Expedia findet: Von allen Menschen, die sich für Drehort-Reisen interessieren, möchten 27 Prozent Mittelerde erleben. Zum Vergleich: Serien wie Emily in Paris liegen bei 21 Prozent, Yellowstone bei 18 Prozent.
Drehorte in und um Wellington
Wellington und seine Umgebung bieten zahlreiche bekannte Kulissen aus den früheren Der-Herr-der-Ringe-Produktionen. Besucher können viele Orte leicht erreichen und erkunden.

- Mount Victoria über der Oriental Bay — Schauplatz, an dem die Hobbits vor den Schwarzen Reitern Zuflucht suchten.
- Kaitoke Regional Park in Upper Hutt — ein ausgeschilderter Weg führt durch Szenen, die als Filmkulisse dienten.
- Hutt River — diente als Fluss Anduin.
- Harcourt Park — hier liegen die Gärten von Isengart.
- Queen Elizabeth Park an der Westküste — Ort der Schlacht auf den Pelennor-Feldern.
- Waitarere Forest — verwandelte sich für die Filme in den Wald von Osgiliath.
- Putangirua Pinnacles in Wairarapa — bekannt als Pfade der Toten.
- Hobbiton Movie Set in Matamata — das bekannte Hobbingen-Set.
Ökonomische Konsequenzen für Neuseeland
Filmtourismus ist längst ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Neuseeland. Studien von NZIER und Verian beziffern die jährlichen Tourismuseinnahmen durch Filminhalte auf etwa NZ$2,7 Milliarden, was rund 1,35 Milliarden Euro entspricht.
In der Umfrage nannten 72 Prozent der befragten Auslandsgäste Filme als Anlass für ihre Reise. Fast 16 Prozent gaben an, dass Filmprojekte der Hauptgrund ihrer Reiseplanung waren.
Das neuseeländische Medium Stuff berichtet, ein Viertel aller internationalen Besucher habe im vergangenen Jahr einen Drehort oder eine Filmtour besucht; Hobbingen zog demnach rund 600.000 Menschen an. Auch der Wētā Workshop spürt die gestiegene Nachfrage; Tourbuchungen und Sonderveranstaltungen, etwa zum 25-jährigen Jubiläum von Die Gefährten, sind geplant.
Von Kühen zu Kameras: Langfristige Effekte
Schon 2016 berichteten Medien, wie sich manche Landwirte rund um das Hobbit-Dorf vom Milchbetrieb auf Tourismusaktivitäten verlagerten. Rückgänge bei Milchpreisen und hohe Besucherzahlen hatten damals die Umstellung befördert. HSBC-Ökonom Paul Bloxham bezeichnete Tourismus gegenüber Stuff als „einen bedeutenden Wachstumsmotor“ für das Land.
Symbolik am Flughafen und mögliche Marketing-Aktionen
Wellington Airport entfernte im Mai 2025 die großen Adler mit der Gandalf-Figur, die seit Dezember 2013 unter der Terminaldecke hingen. Jeder Vogel hatte eine Spannweite von etwa 15 Metern und wog mehr als eine Tonne. Flughafenchef Matt Clarke sprach damals vom „Ende einer Ära“.
Ob zum Kinostart von Die Jagd nach Gollum wieder eine Gollum-Skulptur oder andere Installationen am Flughafen erscheinen, ist bisher offen. Bei der Weltpremiere des ersten Hobbit-Films 2012 gab es eine entsprechende Figur am Flughafen.
Erwartungen und Stimmen aus Wellington
Michael Chew von Discover Wellington rechnet damit, dass ein erfolgreicher Film die Begeisterung der bestehenden Fangemeinde und der nächsten Generation neu entfachen könnte, wie er gegenüber Stuff sagte. Die Touristenzahlen könnten dadurch weiter steigen.
Todd Barberel von WellingtonNZ sieht zudem Chancen, den Auftrieb für weitere Produktionen zu nutzen. Er verweist auf die parallel in Wellington entstehende Verfilmung der Legend of Zelda-Reihe, die zusätzlichen Schwung bringen soll, wie er dem lokalen Medium mitteilte.











