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Papst Leo XIV. hat eine geplante Lungenoperation in der römischen Gemelli-Klinik gut überstanden und wird noch heute in den Vatikan zurückkehren. Der Heilige Vater soll am Sonntag das Angelus-Gebet vom Fenster seiner päpstlichen Wohnung aus sprechen.
Entlassung nach erfolgreichem Eingriff
Der 71-jährige Papst wurde nach Angaben des Vatikans aus dem Krankenhaus entlassen. Ärzte berichteten, er habe bereits mit Atemphysiotherapie begonnen und normal gegessen.

Blutwerte und eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs entsprachen dem erwarteten postoperativen Verlauf. Der Eingriff dauerte rund 90 Minuten und verlief ohne erkennbare Komplikationen, teilte die Klinik mit.
Krebsverdacht bestätigt — weitere Untersuchungen laufen
Bei den Voruntersuchungen war ein Knoten in der Lunge aufgefallen; diese Auffälligkeit wurde laut Vatikan inzwischen bestätigt. Konkrete Angaben zur Größe des Tumors liegen bisher nicht vor.
Ob sich der Befund bereits über die Lunge hinaus ausgebreitet hat, ist noch offen. Weitere Diagnostik soll klären, ob es Metastasen gibt — ein Ergebnis, das wichtige Folgen für mögliche Strahlen- oder Chemotherapieentscheidungen haben wird.
Was für eine Tumorform vorliegt
Als Ursache wurde ein Lungenadenokarzinom genannt. Fachleute erklären, dass es sich dabei um einen Tumor handelt, der in der Lunge selbst entsteht und nicht um Tochtergeschwülste eines anderen Organs. Diese Form zählt zu den häufigsten Lungenkrebsarten.

Familiengeschichte: Mehrere Krebserkrankungen
Die aktuelle Diagnose ist nicht die erste Krebserkrankung in der Familie des Papstes. Seine Mutter Mildred starb 1990 nach mehrjähriger Krankheit und Chemotherapie, sein Vater Louis 1997 im Alter von 77 Jahren an Darmkrebs und Herzproblemen.
Auch ein älterer Bruder, Louis Prevost, wird in Florida wegen eines multiplen Myeloms behandelt. Nach Angaben seiner Ehefrau hatte sich sein Zustand vor rund drei Monaten verschlechtert, sodass eine erneute Behandlung erforderlich wurde. Die Brüder stehen dem Bericht zufolge im Austausch über ihre Erkrankungen.
Risikofaktoren und Gesundheitsprofil
Ob der Papst jemals geraucht hat, ist nicht bekannt; er gilt als sportlich und ist nicht als Raucher bekannt. Experten betonen, dass viele heutige Lungenkrebsfälle bei Menschen auftreten, die nie oder lange nicht mehr geraucht haben.
Zu möglichen Auslösern zählen neben Tabakkonsum auch Passivrauchen, Luftverschmutzung, berufliche Schadstoffexpositionen und genetische Veränderungen in Tumorzellen.
Auswirkungen auf Termine und Reisepläne
Vatikan-Sprecher Matteo Bruni sagte, der Papst brauche nach dem Eingriff etwa eine Woche Ruhe. Die Gemelli verfügt über einen eigenen Kliniktrakt für päpstliche Aufenthalte; wegen Renovierungsarbeiten wurde Leo laut Medienberichten jedoch nicht im üblichen Papstzimmer untergebracht.
Alle Termine des Papstes sind bis zum 20. Oktober abgesagt. Zu der für November geplanten Reise nach Uruguay, Argentinien und Peru machte der Vatikan bislang keine Stellungnahme.
Solidarität aus dem Vatikan
Teilnehmer eines Treffens von Bischöfen im Vatikan — rund 120 Personen — übermittelten am Dienstag Genesungswünsche und versicherten dem Papst ihre Nähe.












