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Mehrere Bundesländer beginnen heute ihre Herbstferien – und damit sind wieder Millionen Menschen auf Deutschlands Autobahnen unterwegs. Viele von ihnen werden an den orangefarbenen Notruftelefonen vorbeifahren, die nun zur Disposition stehen.
Warum die Säulen zur Debatte stehen
Die Autobahn GmbH, die die Notrufsäulen betreibt und wartet, erwägt eine Abschaffung. Hauptgrund: die Nutzung ist stark zurückgegangen, weil inzwischen fast jede*r ein Smartphone dabei hat.

Zum Vergleich: Ende der 1990er Jahre wurden die Säulen noch etwa 1,5 Millionen Mal pro Jahr benutzt. Im Jahr 2023 registrierte die Autobahn GmbH nur noch rund 30.000 Anrufe. Gleichzeitig fielen im vergangenen Jahr Wartungskosten von etwa 4,5 Millionen Euro an.
Eine lange Geschichte, die jetzt ausklingt
Die orangen Säulen sind seit Jahrzehnten Teil der Autobahn-Infrastruktur. Ihren Ursprung verdanken sie inititativen wie der Björn-Steiger-Stiftung, die den flächendeckenden Ausbau einst vorantrieb.
Auch wenn die Technik sie teilweise überholt hat: Viele Menschen verbinden die Notrufsäulen mit einem Gefühl von Sicherheit. Ihnen wird ein Beitrag zugeschrieben, der über Jahre Hilfe und Rettung möglich machte.
Was das für Autofahrerinnen und Autofahrer bedeutet
Für Reisende während der Ferien ändert sich kurzfristig nichts – die Anlagen stehen weiterhin entlang vieler Strecken. Auf längere Sicht könnte die Entfernung der Säulen jedoch die technische Redundanz verringern, die bei Ausfall von Mobilfunknetzen bestehen bleibt.

Debatte um Prioritäten
Die Entscheidung trifft eine Abwägung zwischen Kosten und Nutzen. Die diskutierte Einsparung könnte laut Autobahn GmbH für andere dringende Maßnahmen an Deutschlands teilweise maroden Autobahnen verwendet werden.
Klar ist: Die Notrufsäulen markieren das Ende einer technischen Epoche. Gleichzeitig lenkt ihr möglicher Abbau die Aufmerksamkeit auf die Frage, wie Verkehrssicherheit und Erreichbarkeit künftig organisiert werden sollen.












