Neuer Platz des 9. November 1989 wird übergeben

Pankow – Am 9. November 2010 um 12 Uhr übergibt der Regierenden Bürgermeister von Berlin den neuen Platz des 9. November 1989 an die Öffentlichkeit. Damit bekommt ein historisches Ereignis von weltweiter Bedeutung in Berlin einen Ort. Dort, wo am 9. November 1989 gegen um 21.20 Uhr die ersten DDR-Bürger den damaligen Grenzübergang Bornholmer Straße in Richtung Westen durchschritten, erinnert ab dem 9. November 2010 eine vom Büro sinai gestaltete Platzanlage an die Ereignisse dieser turbulenten Nacht, die Berlin so dramatisch veränderten.

Der Bürgerrechtler und Vorstand der Bundesstiftung Aufarbeitung des SED-Unrechts Rainer Eppelmann berichtet als Zeitzeuge von der Öffnung des Übergangs am 9. November 1989. Außerdem sprechen der Bezirksbürgermeister von Pankow, Matthias Köhne, der Landschaftsarchitekt AW Faust (sinai), die Senatorin für Stadtentwicklung, Ingeborg Junge-Reyer, und der Vorstand der Stiftung Berliner Mauer, Dr. Axel Klausmeier.

Platzgestaltung für 350.000 €

Im Auftrag der Senatskanzlei ist der Platz im Jahr 2010 aus Mitteln des Vermögens der Parteien und Massenorganisationen sowie der Kunst im Stadtraum von der Senatsbauverwaltung für 350.000 € angelegt worden. Die Platzgestaltung bezieht die erhaltene Begrenzungsmauer des ehemaligen DDR-Kontrollpunkts sowie das Fundament eines Postenturms ein. Stahlbänder im Boden rekapitulieren durch Zitate die Chronologie des 9. November 1989 von der Ausarbeitung der neuen Reiseregelung in den DDR-Ministerien um 9 Uhr bis zur Öffnung der Schlagbäume um 23.30 Uhr, die mit dem Satz „Wir fluten jetzt“ begann.

Im November blühende Kirschbäume symbolisieren die nach Westen drängenden Menschen. Die Bäume wurden von der japanischen TV Firma Asahi-Group gespendet. Am nordöstlichen Brückenkopf der Bösebrücke stehen der Gedenkstein mit dem Willy Brandt-Zitat sowie vier Ausstellungswände. Konzeption und Gestaltung der Ausstellung lagen beim Berliner Forum für Geschichte und Gegenwart e.V. in Abstimmung mit der Stiftung Berliner Mauer. Für Veranstaltungen kann der Bereich vor dem Gedenkstein durch Drehung der Tafeln gegen den Verkehr abgeschirmt werden.

Foto: Ein weiteres Mahnmal der Teilung das Mauerstück an der “East Side”

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