Neues Computerspielemuseum eröffnet Freitag in Berlin
Am Freitag eröffnet im ehemaligen „Café Warschau“ in der Karl-Marx-Allee 93 Berlins erstes Computerspielemuseum seine Pforten für das Publikum. Nur wenige Schritte vom U-Bahnhof Weberwiese entfernt wird die neue Dauerausstellung „Computer-
spiele – Evolution eines Mediums“ zu erleben sein. Mehr als 500 qm Ausstellungs-
fläche laden alle Berlinerinnen und Berliner und auch alle Besucherinnen und Besucher der Stadt zu interaktivem Erleben ein.
Damit erhält Berlin einen neuen kulturellen und touristischen Anziehungspunkt! Mit 220.000 Euro fördert die Kulturverwaltung diese bundesweit einzigartige ständige Ausstellung über Geschichte und Zukunft der Computerspiele. Einen Betrag in gleicher Höhe steuert die Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin bei.
Kulturstaatssekretär Schmitz sagte: „Zuweilen wird in Frage gestellt, dass Computerspiele oder Games zur Kultur zu rechnen sind – eine überholte Debatte! Millionen Menschen – vieler Altersstufen – spielen täglich am Computer, im Internet, auf dem Handy oder auf Spielkonsolen. Die Faszination des Mediums ist nicht nur ungebrochen, sie wächst.”
Mit der ständigen Ausstellung „Evolution eines Mediums“ erhalten die Computerspiele als Kunstform und Kulturprodukt ihren festen Ort in Berlin. Das Computerspielemuseum hat sich bereits um die Erforschung der Games als Kulturgut verdient gemacht und wird dies auch weiterhin tun, gemeinsam mit anderen Akteuren aus Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft. Dabei werden problematische Aspekte, von der Spielsucht bis zur Gewalt in manchen Spielen, nicht ausgespart. Einmal mehr hilft uns das gemeinsame Europa, ein regionales kulturelles Potential für die Stadt zu entwickeln“.
In der Berliner Museumslandschaft ist das Computerspielemuseum keine Unbekannte. Schon seit den 80er Jahren hat der Förderverein für Jugend und Sozialarbeit e.V. die europaweit wohl größte Sammlung spielebezogener Hard- und Software zusammengetragen.
Das neue Computerspielemuseum fügt sich ein in das Gamescluster Berlin-Brandenburg, das aus mehr als 130 Betrieben, Verbänden und Ausbildungsinstitutionen besteht. Das neue Museum wird – analog zum bauhaus Archiv im Designbereich – neben seinen museumstypischen Aufgaben auch der Rück- und Vorausschau, der Analyse, der Bezugnahme und Standortbestimmung dienen. Die wirtschaftliche Bedeutung der Branche geht dabei über die direkten Umsätze der Entwickler und Publisher hinaus: Games sind auch Triebkraft der technischen Entwicklung und werden etwa dem Thema 3D weiteren Schwung verleihen. Berlin misst der Gamesbranche wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung zu.
Das Museum hat täglich (außer Dienstag) von 10:00 – 20:00 Uhr geöffnet.
Zur Website des Museums geht es hier>>
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