Update: Hochwasserlage am Freitagvormittag in Südbrandenburg bleibt angespannt

Potsdam – Die Hochwasserlage im südlichen Brandenburg bleibt auch am Freitag weiter angespannt. Trotz stagnierender oder sinkender Pegelstände in der Nacht zum Freitag lastet aber insbesondere auf den Deichen der Schwarzen Elster weiter ein enormer Wasserdruck. Das teilte die Koordinierungsgruppe des Landeskatastrophenschutzstabes am Freitag in Potsdam mit. Derzeit sind mehr als 1.200 Angehörige von Feuerwehren, Technischem Hilfswerk (THW) und Hilfsorganisationen sowie Bürgerinnen und Bürger im Einsatz. Sie kämpften auch in der Nacht zu Freitag weiter mit großen Einsatz gegen die Wassermassen.

Landkreis Elbe-Elster

Schwer betroffen ist der Landkreis Elbe-Elster. Dort kam es in der Nacht bei Uebigau-Wahrenbrück vermutlich durch einen Sielbruch zu einer Überschwemmung. Der Ortsteil Winkel war bedroht. Mit 80 Feuerwehrleuten und weiteren Helfern versucht man dort die Lage zu stabilisieren. Andere Einsatzschwerpunkte sind die Innenstadt von Bad Liebenwerda, ein Deich bei Saathain westlich von Elsterwerda sowie zwei Deichabschnitte in Herzberg.

Mittlerweile sind auch zwei Hubschrauber der Bundeswehr eingesetzt worden. Diese begannen am Freitagmorgen im Landkreis Elbe-Elster damit, Sandsäcke mit Außenlastbehältern an gefährdete, schwer zugängliche Deichabschnitte zu transportieren. Außerdem werden im Verlaufe des Vormittags 100 Feuerwehrangehörige aus Berlin zur Unterstützung des Hochwassereinsatzes erwartet.

Bei stagnierenden Pegelständen gilt für die Schwarze Elster weiter die höchste Hochwasseralarmstufe 4. Mehre Straßen im Bereich der Schwarzen Elster sind weiter wegen Überflutungen gesperrt.

Bad Liebenwerda und Herzberg

Die zunehmende Durchweichung der Deiche in Bad Liebenwerda und in Herzberg könnten zu Dammrutschungen führen. In der vergangenen Nacht mussten im Verlauf der Schwarzen Elster immer wieder Sickerstellen an den Dämmen mit Sandsäcken gesichert werden. Dies gelang zum Teil nur von der Wasserseite aus und konnte mit Booten bewältigt werden. Leider wurden die Helfer oft durch Schaulustige behindert. Nur mit Hilfe der Polizei konnte oftmals der Weg für Einsatzkräften freigemacht werden.

Spree und Neiße

Gute Nachrichten von Spree und Neiße. Dort trat eine leichte Entspannung der Lage ein. Der Wasserstand bei Spremberg sank unter die Marke für die Alarmstufe 4. Die Pegel bei Cottbus zeigten mit 2,50 Meter die Richtwerte für die Alarmstufe 1. An der Neiße bewegten sich die Pegelstände am Freitagmorgen gegen 06.00 Uhr im Bereich der Werte für die Alarmstufe 2.

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