Gerangel und Protest um Thilo Sarrazin nun auch in London

Zur Veröffentlichung seines späteren Bestsellers „Deutschland schafft sich ab“ kam es vor Monaten in Berlin vor dem Haus der Bundespressekonferenz zu Protesten. Schon zu diesem Zeitpunkt war klar, hier macht sich ein Mann unbeliebt, wird aber dank der Aufregung um sein Werk, sehr gut daran verdienen. Damals wollte man dem Autor kein Podium bieten, seine als rassistisch angesehenen Äußerungen zu verbreiten.

Aber Sarrazins Thesen sind scheinbar nicht nur in Deutschland umstritten. Am Montag war es wieder so weit. Ein Club deutscher Studenten, die „German Society“, hatte Sarrazin an die „London School of Economics“ geladen. Mit von der Partie waren der Publizist Henryk M. Broder und der Journalist Hellmuth Karasek.

Diesmal sollte der Volkswirt die Frage beantworten, wohin sich Deutschland bewegt, wohin man marschiert. Seine möglichen Antworten sind in Deutschland hinlänglich bekannt und wurden bereits breit diskutiert. Die hatten sich scheinbar im Vorfeld auch bis nach London rum gesprochen. Denn dort sorgten sie noch vor Beginn der Veranstaltung für einen Eklat.

Erzürnte Studenten verwehrtem dem Gastredner den Zutritt zum Veranstaltungsort. Aus Sicherheitsgründen zog man es vor, in den Konferenzraum eines benachbarten Hotels zu ziehen. Als die Veranstaltung mit einer Stunde Verspätung begann, flogen gleich wieder die sprichwörtlichen Fetzen. Ein aufgeregter, junger Mann beschimpfte die anwesenden Diskussionsteilnehmer als Faschisten.

Wie bekannt wurde, reagierte Sarrazin gelassen.

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