Bruttoinlandsprodukt 2010 über Vorkrisenniveau – Berlins Wirtschaft auf Wachstumskurs
„Die Wirtschaft in Berlin befindet sich auf Wachstumskurs. Bereits in diesem Jahr wird das reale Bruttoinlandsprodukt höher ausfallen als vor der Krise. Damit kann die Berliner Wirtschaft den Rückgang um 0,7 % im vergangenen Jahr mehr als kompensieren. Für 2010 prognostiziere ich ein Wachstum von etwa 1,5 %“, sagt Harald Wolf, Berlins Senator für Wirtschaft, Technologie und Frauen zu den heute vom Amt für Statistik Berlin-Brandenburg veröffentlichten Wachstumszahlen für das erste Halbjahr 2010.
Demnach lag das reale Bruttoinlandsprodukt im 1. Halbjahr 2010 in der Hauptstadt um 2,1 % über dem Vorjahresniveau. Bundesweit gab es einen Zuwachs von 3,1 %. Allerdings war die Wirtschaftsleistung in Deutschland insgesamt mit einem Minus von 4,7 % im Gesamtjahr 2009 wesentlich stärker zurückgegangen als in Berlin mit einem Minus von lediglich 0,7 Prozent.
Senator Wolf sieht Potenzial für weiteres Wachstum, warnt aber vor verfrühtem Optimismus: „Nach wir vor bestehen in der Weltwirtschaft und auf den Finanzmärkten Risiken für den weiteren Konjunkturverlauf. Dennoch: Wirtschaftliche Impulse erwarte ich sowohl vom höheren Auftragsniveau in der Industrie als auch von den Infrastruktur-Investitionen aus dem Konjunkturpaket II. Positiv ist außerdem die stabile Entwicklung am Arbeitsmarkt. Im Juni 2010 gab es in Berlin 14.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze mehr als im Vorjahr.“
Um die Nachwirkungen der Krise weiterhin abzufedern, stehen in der Hauptstadt neben den öffentlichen Infrastrukturinvestitionen auch Finanzierungsmöglichkeiten der Investitionsbank Berlin zur Verfügung. Senator Wolf appelliert an die Unternehmen, im jetzt einsetzenden Aufschwung diese Möglichkeiten und auch die Angebote der KfW zu nutzen.
Das Wachstum wird auch durch weitere Investionen in den Standort Berlin gefördert. So baut die BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH ihr neues Technologiezentrum für Wäschepflegegeräte in Berlin. Bereits ab nächstem Jahr werden hier Waschmaschinen und Wäschetrockner für die Produktionsstandorte der BSH geplant und entwickelt. Derzeit beschäftigt die BSH am alten Standort in Berlin-Gartenfeld rund 550 Mitarbeiter in den am Entwicklungsprozess für Wäschepflegegeräte beteiligten sowie sonstigen Service-Bereichen. Sie ziehen bereits im kommenden Jahr in den Neubau im Siemens Technopark Berlin, der allen Mitarbeitern optimale Arbeitsbedingungen bietet. Das Gesamtinvestitionsvolumen für das neue Technologiezentrum liegt bei rund 50 Millionen Euro.
Foto: BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH Presse: BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH Fabrik Berlin
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