Gewerkschaft ver.di droht Vattenfall mit Urabstimmung

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert die Arbeitgeber von Vattenfall Europe auf, bis zum 9. Februar 2011 ein einigungsfähiges Angebot auf den Tisch zu legen. Darüber hinaus würden jetzt vorbereitende Maßnahmen zur Einleitung einer Urabstimmung erfolgen. Das hat die Große Tarifkommission am Montag, dem 24. Januar beschlossen, nachdem sie das aus ihrer Sicht unzureichende Angebot der Arbeitgeber aus der dritten Verhandlungsrunde abgelehnt hat.

„Damit droht jetzt eine deutliche Zuspitzung des Tarifkonflikts bei Vattenfall“, betont ver.di-Bundesvorstandsmitglied Erhard Ott. Die Arbeitgeber hätten am 21. Januar ein völlig indiskutables Angebot vorgelegt, das bei einer Laufzeit von 14 Monaten eine Erhöhung der Gehälter um 3 Prozent, verbunden mit einer Einmalzahlung in Höhe von 300 Euro, vorsehe. Den Arbeitgebern hätte klar sein müssen, dass ein solcher Vorschlag bei Beschäftigten und den Gewerkschaften auf Ablehnung stoßen würde. Die Warnstreiks von mehreren Tausend Beschäftigten im Vorfeld der dritten Ver-handlungsrunde hätten deutlich gezeigt, dass sie sich nicht abspeisen lassen würden, so Ott weiter. Er forderte die Arbeitgeber auf, das Ultimatum bis zum 9. Februar ernst zu nehmen. Es liege in ihrer Hand, einen drohenden Arbeitskampf abzuwenden.

ver.di fordert für die rund 20.000 vom Tarifvertrag betroffenen Beschäftigten im Konzern Vattenfall Europe lineare Erhöhungen der Gehälter und Auszubildendenvergütungen um 6,5 Prozent mit einer Laufzeit von zwölf Monaten.

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