Weniger Emissionen mit neuem Brennstoffzellen-Müllaster

Am Montag geht der weltweit erste Brennstoffzellen-Müllaster in Adlershof, Friedrichshain und Lichtenberg unter Alltagsbedingungen bei der BSR in den Testbetrieb.

Zwei Jahre lang wird er eingesetzt. Mit diesem Praxistest soll demonstriert werden, dass er beim Laden genauso gut funktioniert wie konventionelle Diesel-Fahrzeuge aber dabei null Kohlendioxyd, null Stickoxyd und auch null Feinstaub emittiert: Aus der Brennstoffzelle kommt nur noch Wasser. “Der Dieselmotor des Fahrgestells wird nur noch zum Fahren gebraucht und wird beim Laden des Abfalls abgeschaltet. Die elektrische Energie für den Ladevorgang kommt aus einer Brennstoffzelle, die im Fahrzeug integriert wurde“, erläutert Dr. Johannes F. Kirchhoff, geschäftsführender Gesellschafter der FAUN-Gruppe, das Prinzip.

Die Heliocentris Energiesysteme GmbH hat dafür eine sogenannte „Power-Box“ entwickelt, die ein 32 kW Brennstoffzellenaggregat sowie die für dessen Betrieb benötigten Wasserstofftanks, Luftversorgungs- und Kühlsysteme beinhaltet und diese hinter dem Führerhaus installiert.

Das Bundesverkehrsministerium hat die Entwicklung des Prototyps im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) mit rund 800.000 Euro gefördert.

Staatssekretär Dr. Jens-Peter Heuer, Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen, sieht in dem Brennstoffzellen-Fahrzeug einen wichtigen Beitrag zur umweltverträglichen Mobilität: „Heliocentris in Adlershof ist ein Berliner Unternehmen, das bei Energiespeicherlösungen mit seinen technologischen Entwicklungen an der Spitze steht. Das sind gute Voraussetzungen für Berlin als Modellstadt für Elektromobilität.“

Koordiniert wird das NIP von der NOW GmbH, Nationale Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie.

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