Richard Long. Berlin Circle – Eine Ausstellung der “Land Art” im Hamburger Bahnhof

Die Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin zeigt vom 26. März 2011 bis zum 31. Juli 2011 die Ausstellung „Richard Long. Berlin Circle“. Zentrum und Ausgangspunkt dieser Ausstellung ist die titelgebende Arbeit “Berlin Circle”, von 1996 aus der Sammlung Marx.

„Richard Long. Berlin Circle“ ist die erste museale Einzelpräsentation von Werken des Künstlers seit knapp zehn Jahren in Deutschland. Mit dieser Ausstellung wird zugleich
das langjährige Engagement des Sammlers Erich Marx für die Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof gewürdigt, der in diesem Frühjahr seinen 90. Geburtstag feiert. Richard Long ist neben Michael Heizer, Walter de Maria und Robert Smithson einer der Protagonisten der „Land Art“.

Die „Land Art“ entstand in den 1960er Jahren durch einzelne parallel arbeitende Künstler vor dem Hintergrund der ersten ökologischen Bewegungen in den USA und Europa als kritische Reaktion auf die klassische Gattung Skulptur und den kommerziellen Kunstbetrieb. Die vergänglichen und ortsspezifischen Werke in und aus der Natur bekamen mit der Ausstellung „Earthworks“ 1968 in der Dwan Gallery in New York ihren ersten öffentlichen Auftritt. Gerry Schum prägte dann 1969 mit seiner gleichnamigen Fernsehausstellung den heutigen Begriff „Land Art“.

Richard Long nutzt die Bewegung des eigenen Körpers, das Wandern und Gehen in der Landschaft als Maßstab und Medium für seine Kunst. Eine seiner frühesten und bekanntesten Arbeiten „A Line Made by Walking“, 1967 bestand darin, dass er auf einer Wiese eine Gerade mehrfach hin und zurück abgeschritten hatte, so dass sich im Gras eine Linie abzeichnete, die der Künstler dann fotografisch festhielt. Seit über 40 Jahren entstehen nun weitere und größere Arbeiten im Außenraum überall auf der Welt in England, Kanada, Japan oder Bolivien: große Steinkreise oder Linien aus Holz. Fotografien dokumentieren diese vergänglichen Arbeiten. Im Gegensatz zu seinen Wegbegleitern wie Heizer oder Smithson greift Long mit seinen Werken nicht mit großer Geste in die Natur ein, sondern er arbeitet mit dem, was er vorfindet.

„My art is in the nature of things“ sagt Long und verweist darin auf die Aktualität seiner Werke, die als konsequente Setzungen von Orten, an denen im Werk die Natur der
Dinge erscheint, auch Fragen des zeitgenössischen Diskurses nach Relationalität, Performativität, Grenzüberschreitungen und Räumlichkeit von Kunst beleuchten.

Serviceinfo

Termin: 26. März 2011 bis 31. Juli 2011
Ort: Hamburger Bahnhof, Invalidenstraße 50-51, 10557 Berlin Stadtplan >>
Öffnungszeiten: Di-Fr 10-18 Uhr; Sa 11-20 Uhr, So 11-18 Uhr, Mo geschlosssen
Preis: Hauskarte mit Sonderausstellungen 12 Euro, ermäßigt 6 Euro

Hamburger Bahnhof © Staatliche Museen zu Berlin. Foto: Maximilian Meisse

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