Brand im Justizvollzugs- krankenhaus – Inhaftierter schwer verletzt

Am Donnerstagabend ist in einem Haftraum des Berliner Justizvollzugskrankenhauses (JVK) ein Brand ausgebrochen. Der Haftraum befindet sich in der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie und war mit zwei 19jährigen Inhaftierten belegt.

Diese waren dort bereits seit einiger Zeit unterbracht. Der eine Inhaftierte verbüßt eine Jugendstrafe wegen Diebstahls und anderer Delikte. Der andere Inhaftierte befindet sich in Untersuchungshaft wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Ein Mitarbeiter des JVK bemerkte den Brand gegen 22.30 Uhr und löste Alarm aus. Die Bediensteten des JVK konnten zunächst nicht in den Haftraum vordringen, da der Eingang mit brennendem Haftraum-Inventar versperrt war. Die Feuerwehr, die bereits nach ca. 10 Minuten eintraf, konnte die Tür aufbrechen und den Brand löschen.

Ein Inhaftierter erlitt schwere Brandverletzungen, der andere wurde ebenfalls verletzt. Beide Inhaftierte wurden zur weiteren Behandlung in ein externes Krankenhaus verlegt. Drei der Mitarbeiter des JVK, die den ersten Rettungsversuch unternommen hatten, wurden vorsorglich auf eine Rauchgasvergiftung untersucht, konnten aber nach ambulanter Behandlung wieder entlassen werden.

Unmittelbar von dem Brand betroffen wurde nur der Haftraum der beiden 19jährigen. Andere Insassen des JVK waren in der Nacht vorsorglich aus ihren Hafträumen evakuiert worden.

Die äußeren Umstände deuten darauf hin, dass der Brand im Haftraum selbst gelegt wurde. Die weiteren Einzelheiten werden nun im Zuge eines strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens aufgeklärt.

Justizsenatorin Gisela von der Aue drückte ihr Bedauern über den Vorfall aus und dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Justizvollzugskrankenhauses sowie den Einsatzkräften der Feuerwehr und der Polizei für ihren professionellen und mutigen Einsatz und lobte die hervorragende Zusammenarbeit von Feuerwehr, Polizei und Vollzugsbediensteten.

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