Schwere Zugkollision bei Oschersleben – Übersehenes Haltesignal fordert 10 Menschenleben

Sachsen-Anhalt – Bei einem schweren Zugunglück nahe Oschersleben (Sachsen-Anhalt) stießen ein Nahpersonenzug des Harz-Elbe-Express und ein Güterzug der Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter frontal aufeinander. Der Nahverkehrsexpress war unterwegs von Magdeburg nach Halberstadt.

Bei einer geschätzten Geschwindigkeit von 80 km/h begegneten sich die beiden Züge gegen 22.30 Uhr in Höhe der Ortschaft Hordorf. Bei dieser Geschwindigkeit war ein beinahe ungebremster Aufprall nicht mehr zu vermeiden. Dabei gab es einen Knall, der nach Feuerwehrangaben etwa sieben Kilometer weit zu hören war. Die Wucht des Aufpralls schleuderte den mit cirka 50 Personen besetzen Harz-Elbe-Express von den Gleisen. Bevor der Doppelwagon endgültig zum Stehen kam, legte er sich auf die Seite.

Nach vorliegen Angaben kamen dabei bisher zehn Menschen ums Leben, 23 Personen wurden verletzt. Noch am Sonntagmorgen schwebten mehrer Personen in Lebensgefahr. Unter den Todesopfern sind auch der Lokführer und die Zugbegleiterin des Harz-Elbe-Express. Alle Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Nach bisherigen Erkenntnissen kam es zu auf dem eingleisigen Streckenabschnitt deshalb zum Zusammenstoß, weil ein Haltesignal übersehen wurde.


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