Arbeitssenatorin Bluhm fordert Mindestlohn für Zeitarbeit

Im Januar ist die Arbeitslosigkeit in Berlin wegen des sehr kalten Winters weiter gestiegen. Die Arbeitslosenquote lag mit 13,9 Prozent um 1,1 Prozentpunkte über dem Vormonat, aber um 0,6 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert.

Bluhm sagte dazu: “Der harte Winter wirkt sich leider negativ auf dem Arbeitsmarkt aus. Insbesondere die witterungsabhängigen Branchen sind betroffen. Ich bin allerdings zuversichtlich, dass sich die insgesamt positive Tendenz auf dem Berliner Arbeitsmarkt fortsetzen wird. Das Jahr 2011 muss das Jahr der guten Arbeit werden. Der Mindestlohn in der Zeitarbeit und die gleiche Bezahlung von Leih- und Stammbelegschaften, wie sie derzeit der Vermittlungsausschuss im Bund verhandelt, sind überfällige Schritte – und dennoch nur der Anfang. Wir brauchen den flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn in allen Wirtschaftsbereichen. Nur so werden wir eine weitere Ausdehnung von schlecht bezahlter Arbeit und steigender Abhängigkeit der Beschäftigten von ergänzenden Sozialleistungen verhindern. Niedriglöhne auf Kosten der Solidargemeinschaft sind nicht akzeptabel.”

Insgesamt waren im Januar 237.992 Berlinerinnen und Berliner arbeitslos gemeldet. Das sind 19.295 mehr als im Vormonat und 6.967 weniger als vor einem Jahr.

Im November 2010 waren 1.151.400 Frauen und Männer in sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen tätig. Diese Zahl liegt um 23.900 über dem Vorjahreswert.

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