Studie: Soldaten leiden nach Afghanistaneinsatz weniger an posttraumatischer Belastungsstörung

Soldaten im Auslandseinsatz, insbesondere in Afghanistan, sind einer hohen Belastung und traumatischen Situationen ausgesetzt. Dennoch liegt der Anteil von Bundeswehrsoldaten, die deshalb eine posttraumatische Belastungsstörung entwickeln, niedriger als vielfach erwartet.

Zu diesem Zwischenergebnis kommt eine Studie von Wissenschaftlern der Technischen Universität Dresden. Zwei Prozent der Soldaten, die 2009 Dienst in Afghanistan leisteten, weisen “„eine klinisch bedeutsame posttraumatische Belastungsstörung auf“”, so die Autoren.

Konkret und in absoluten Zahlen: Bei rund 10.000 Soldaten, die 2009 durchschnittlich vier bis fünf Monate im ISAF-Einsatz waren, ergeben sich circa 200 PTBS-Erkrankungen.

Allerdings nimmt nur ein Teil der Betroffenen professionelle Hilfe in Anspruch. Dieses “„lässt den Rückschluss auf eine nennenswerte Dunkelziffer zu“, “heißt es in der Zusammenfassung der Studie. “„Konservativ geschätzt“” beziffert Studienleiter Professor Dr. Hans-Ulrich Wittchen diese vorsichtig auf 50 Prozent der wirklich Erkrankten.

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