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Eine Woche vor dem Bundesliga-Start ist der DFB-Pokal in die neue Saison gestartet. In der ersten Runde treten 64 Teams an, während Titelverteidiger und Vizemeister später einsteigen — und so laufen erstmals noch mehr Spiele im Free-TV.
Wer ist dabei – und warum steigen Bayern und Dortmund später ein?
An der Auftaktrunde nehmen alle Erst- und Zweitligisten teil; hinzu kommen die vier bestplatzierten Teams der 3. Liga aus der Vorsaison sowie 21 Klubs, die sich über die Landespokale qualifiziert haben. Auch mehrere Vertreter aus den unteren Ligen sind im Lostopf, unter anderem der Oberligist SC St. Tönis. Drei zusätzliche Startplätze entfielen auf Vereine aus den großen Landesverbänden Bayern, Niedersachsen und Westfalen.
Insgesamt sind 32 Partien angesetzt. Die meisten Begegnungen finden zwischen Freitag und Montag statt; Borussia Dortmund und der FC Bayern steigen aber verspätet ein. Der BVB ist am 1. September dran, die Münchner am 2. September — weil Meister und Vize am Samstagabend den Supercup bestreiten.
Spiele, Termine und TV-Übertragungen
Der Pay-TV-Sender Sky überträgt alle 32 Partien der ersten Runde live. Parallel stehen die Begegnungen auch beim zu Sky gehörenden Streamingdienst WOW sowie bei RTL+ zur Verfügung. Sechs Duelle sind frei empfangbar zu sehen — so viele wie noch nie in dieser Runde.

Zu den hervorgehobenen Übertragungen zählen: Das ZDF zeigt am Freitag (20.45 Uhr) die Partie Hansa Rostock gegen den VfB Stuttgart. Am Samstag überträgt RTL um 15.30 Uhr das Spiel von Hertha BSC bei 1. FC Saarbrücken. Am Montag ist RTL um 18.00 Uhr live mit dem Auftritt des 1. FC Köln bei den Würzburger Kickers dabei; am selben Abend (20.45 Uhr) überträgt die ARD das Gastspiel des Aufsteigers FC Schalke 04 beim Halleschen FC.
Die beiden noch ausstehenden Spiele der ersten Runde folgen eine Woche später: Das Gastspiel von Borussia Dortmund beim Oberligisten HEBC Hamburg läuft am 1. September (20.45 Uhr) bei RTL. Am 2. September zeigt die ARD das Spiel des FC Bayern beim Zweitliga-Aufsteiger VfL Osnabrück (20.45 Uhr).
Wie viel Geld gibt es im Pokal?
Bereits die bloße Teilnahme am Wettbewerb bringt teilnehmenden Vereinen, vor allem aus den unteren Klassen, eine nennenswerte Summe: Der DFB zahlt für die Teilnahme rund 200.000 Euro. Für jede weitere Runde bis zum Halbfinale verdoppeln sich die Prämien.

Der Titelträger erhält darüber hinaus eine zusätzliche Zahlung in Höhe von sechs Millionen Euro. Eine detaillierte Aufschlüsselung der Staffelung pro Runde veröffentlichte der Verband separat.
Änderungen bei Regeln und Videobeweis
Eine wesentliche Neuerung betrifft den Videobeweis: Er kommt in dieser Saison schon ab der zweiten Pokalrunde zum Einsatz und nicht erst ab dem Achtelfinale. In der ersten Runde bleibt das Spiel somit noch ohne VAR.
Darüber hinaus werden mehrere Regelanpassungen aus der jüngsten WM übernommen. Ziel ist eine längere Netto-Spielzeit: Einwürfe und Abstöße müssen innerhalb von fünf Sekunden ausgeführt werden, sonst erhält der Gegner den Ball. Spieler, die ausgewechselt werden, sollen den Platz zügiger verlassen; nach einer Behandlung am Spielfeldrand gilt eine Wartezeit von einer Minute vor einer Rückkehr (Ausnahme: Torwart). Gelb-Rot-Platzverweise können künftig vom VAR überprüft werden. Die Regel, die das Verdecken des Mundes mit der Hand betraf, führt nicht automatisch zu einer roten Karte.
Warum haben Fans Proteste angekündigt?
Für die erste Pokalrunde hatten organisierte Fangruppen Proteste angekündigt. Vertreter mehrerer Ultraszenen — darunter Ultras Gelsenkirchen, das Bündnis Südtribüne Dortmund, Sottocultura aus Mönchengladbach und der Förderkreis Nordtribüne Hamburg — fordern die Abschaffung des Videobeweises.
In einer gemeinsamen Erklärung bezeichneten sie die ohne VAR ausgetragene Runde als Beispiel für „authentischen“ und unmittelbaren Fußball und forderten, diesen Zustand dauerhaft zu erhalten. Die Aktionen sollen die Debatte um den Einsatz des VAR im deutschen Fußball weiter anheizen.












