FC Köln und VfL Wolfsburg vermeiden Fehltritte im DFB-Pokal

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Der DFB-Pokal hat am Dienstagabend für einige Überraschungsmomente gesorgt: Während der 1. FC Köln nach Mühe in Würzburg weiterkam, setzte der Hamburger SV ein klares Ausrufezeichen. Auch der VfL Wolfsburg entkam einer Pokal-Pleite nur dank eines späten Comebacks und einem erfolgreichen Elfmeterschießen.

Köln müht sich gegen mutige Würzburger – Johannesson dreht Partie

Der Bundesligist 1. FC Köln tat sich beim Drittligisten Würzburger Kickers lange schwer, bevor er sich in die zweite Runde des Pokals rettete. Vor 12.100 Zuschauern in der ausverkauften Kickers-Arena brachte ein frühes Tor von David Abrangao (18.) die Gastgeber in Führung und sorgte kurzzeitig für Hoffnung auf eine Sensation.

Said El Mala im Zweikampf gegen Würzburger Verteidiger
Said El Mala hatte gegen die aggressive Würzburger Defensive Mühe.

Erst in der zweiten Hälfte sorgte ein Doppelpack von Isak Johannesson (62., 77.) für die Wende. Das 2:1 rettete Köln einen verkorksten Abend und dürfte den Druck vor dem Bundesliga-Start am Wochenende gegen die TSG Hoffenheim verringern.

Der Auftritt der Kölner blieb dennoch ausbaufähig. Vor allem um Jungtalent Said El Mala, der in vielen Aktionen das Zentrum bilden sollte, gelang zu wenig. El Mala, der vorzeitig bis Sommer 2031 unterschrieb und künftig die prestigeträchtige Trikotnummer 10 trägt – erstmals seit Lukas Podolski – blieb offensiv weitgehend abgemeldet. Die Würzburger Defensive setzte dem Youngster mit gezieltem Zugriff zu, besonders Liam Omore, unterstützt von Leo Eberle, bereitete ihm Probleme.

Weitere Szenen prägten die Partie: Kölner Fans warfen kurzzeitig Tennisbälle auf den Rasen als Protest gegen Montagsspiele, und Würzburg traf in der Schlussphase noch Aluminium. Die Kickers wehrten sich über weite Strecken leidenschaftlich, mussten sich am Ende aber knapp geschlagen geben.

HSV klarer Sieger in Verl – 16-Jähriger trifft

Der Hamburger SV zeigte sich im Pokal deutlich souveräner und setzte sich beim Drittligisten SC Verl mit 3:0 durch. In der ausverkauften Sportclub-Arena sahen 5.207 Zuschauer ein frühes Tor von Albert Grönbaek, der die Hanseaten kurz vor und kurz nach der Pause in Führung brachte (41., 46.).

16-jähriger Spieler jubelt nach Tor für HSV
Der 16-jährige Louis Lemke feierte sein frühes Tor im Pokal.

Für das dritte Tor sorgte mit gerade einmal 16 Jahren Louis Lemke (50.), der damit ein seltenes frühes Highlight im HSV-Nachwuchs setzte. Die Mannschaft lief mit Trauerflor auf, nachdem langjähriger Investor Klaus-Michael Kühne gestorben war.

Der Erfolg gibt dem HSV Rückenwind vor dem schweren Bundesligastart: Schon am Samstag wartet mit dem Auswärtsspiel bei Vizemeister Borussia Dortmund ein echter Prüfstein.

Wolfsburg entkommt in Altglienicke – Elfmeterschießen entscheidet

Bundesliga-Absteiger VfL Wolfsburg verhinderte im Regionalliga-Stadion von Hertha BSC eine peinliche Niederlage nur in letzter Minute. Nach 120 Minuten stand es 3:3 (2:2, 0:1), im Elfmeterschießen behielten die Wölfe mit 6:5 die Oberhand und zogen ebenfalls in die zweite Runde ein.

Der eingewechselte Kapitän Maximilian Arnold leitete die Wende mit zwei Treffern ein (55., 83.), zudem traf Hauke Wahl in der Nachspielzeit der Verlängerung (117.). Torhüter Jakub Zielinski avancierte zum Matchwinner im Strafstoßkrimi, denn er parierte die Versuche von Sven Sonnenberg und Mehmet Ibrahimi. Verteidiger Kilian Fischer verwandelte schließlich den entscheidenden Elfmeter.

Altglienicke hatte mehrfach für Aufsehen gesorgt: Jonas Nietfeld (6.), Jonas Saliger (71.) und Mehmet Ibrahimi (109.) brachten den Außenseiter dreimal in Führung. Wolfsburg entkam so einer Blamage, im Gegensatz zum zweiten Bundesliga-Absteiger 1. FC Heidenheim, der zuhause beim SSV Jeddeloh II mit 2:5 scheiterte.

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