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Der Zweitligist VfL Wolfsburg zog sich im DFB-Pokal gegen den Regionalligisten VSG Altglienicke nur knapp ins Achtelfinale — und das erst nach einem nervenaufreibenden Elfmeterschießen. In Berlin, im Amateurstadion von Ex-Klub Hertha BSC, behielt Wolfsburg im K.-o.-Duell mit 6:5 die Oberhand, nachdem die Partie nach 120 Minuten 3:3 stand.
Reese kehrt zurück – und wird ausgepfiffen
Fabian Reese stand 69 Tage nach seinem umstrittenen Wechsel von Hertha BSC zum VfL in Berlin wieder auf dem Rasen seiner alten Wirkungsstätte. Bei jedem Ballkontakt begleiteten ihn Pfiffe aus den Rängen. Reese war am Spiel beteiligt und bereitete später das entscheidende Tor vor, blieb aber in vielen Aktionen glücklos.

Altglienicke führt dreimal – Wolfsburg gleicht jeweils aus
Vor rund 5.000 Zuschauern geriet der Favorit aus Niedersachsen früh in Bedrängnis. Jonas Nietfeld brachte die Gastgeber bereits in der 6. Minute in Führung. Wolfsburg antwortete erst in der zweiten Halbzeit: Kapitän Maximilian Arnold traf per Distanzschuss zum 1:1 (55.).
Altglienicke schlug zurück: Jonas Saliger erzielte in der 71. Minute das 2:1, eine Führung, die VfL-Torwart Jakub Zielinski zuvor durch einen Fehlpass ermöglicht hatte. Arnold glich erneut aus (83.). In der Verlängerung sorgte Mehmet Ibrahimi in der 109. Minute für erneuten Jubel bei den Gastgebern, doch Hauke Wahl traf in der 117. Minute nach einer Vorlage von Reese zum 3:3.
Elfmeterschießen entscheidet knapp
Im anschließenden Elfmeterschießen bewahrte Kilian Fischer die Nerven und verwandelte den entscheidenden Strafstoß. Zuvor hatte Fabian Reese in der Serie einen Versuch verschossen. VfL-Keeper Jakub Zielinski, dessen Fehlpass das Spiel zwischenzeitlich kippen ließ, parierte im Shootout zweimal und trug so wesentlich zum Weiterkommen bei.

Stimmung, Personalien, Atmosphäre
Beim ambitionierten Regionalligisten saßen die früheren Hertha-Profis John Anthony Brooks und Tolga Cigerci auf der Bank beziehungsweise auf der Tribüne. Auch Sportdirektor Torsten Mattuschka verfolgte die Partie von den Rängen. Altglienicke zeigte gegen den klaren Aufstiegsfavoriten der 2. Liga ein intensives, kämpferisches Spiel und ließ mehrfach gute Chancen liegen.
Sportliche Folgen
Für Wolfsburg ist das Weiterkommen zwar ein Erfolg, doch das Spiel offenbarte Problemzonen. Die Niedersachsen dominierten phasenweise, nutzten ihre Überlegenheit aber nicht konsequent aus und mussten mehrfach reagieren. Altglienicke wiederum sorgte mit seinem couragierten Auftritt für ein Pokalhighlight.
BM/dpa












