BVG-Streik: Am Donnerstag Warnstreiks – Hinweise für Fahrgäste

Am Donnerstag, dem 9. Juni 2011, sind die Mitarbeiter der BVG von 3 Uhr bis 10 Uhr zu einem Warnstreik aufgerufen worden. Davon betroffen ist der Berliner Bus- und U-Bahnverkehr.

Noch ist jedoch unklar inwieweit dem Aufruf nachgekommen wird. Verantwortlich für diesen Aufruf ist die dbb tarifunion. Unter deren Dach sind die Beschäftigten der Berliner Verkehrsbetriebe BVG und BT GmbH vereint. Die Gewerkschaft kämpft nach eigener Aussage damit um die Verbesserungen bei der Arbeitszeit und den Arbeitsbedingungen. Hierbei stehen die Belastungen der Beschäftigten im Schichtdienst und bei so genannten geteilten Diensten im Vordergrund.

Laut dbb tarifunion wurde der Tarifvertrag Nahverkehr (TV-N) Berlin bereits zum Ende des vergangenen Jahres fristgerecht gekündigt. Die Arbeitgebern haben angeblch in vier Verhandlungsrunden kein neues Angebot vorgelegt.

Konkret fordert die dbb tarifunion:

Nachtarbeit soll im Hinblick auf die besondere Belastung der Beschäftigten, die zu den entsprechenden Zeiten im Dienst sind, auf den Zeitraum zwischen 20 und 6 Uhr ausgeweitet werden.

Zusatzurlaub für Nachtarbeit soll neu strukturiert werden, um den bisher üblichen Verfall von Nachtarbeitsstunden am Jahresende zu vermeiden.

Da geteilte Schichten eine besondere Belastung für die Beschäftigten darstellen, soll eine Dienstschicht bei Dienstteilungen künftig maximal zwölf Stunden dauern, zudem sollen Arbeitnehmer für geteilte Dienste eine höhere Entschädigung erhalten.

Als Arbeitszeit soll auch die Zeit gelten, die Busfahrer brauchen, um Streckenkenntnis zu erlangen.

Die BVG erklärte hingegen, dass die zuständigen Verhandlungsführer der dbb tarifunion trotz mehrfacher Versuche der Kontaktaufnahme und der Bitte um eine Klärung des Sachverhaltes bis Mittwochnachmittag nicht reagiert haben.

Hinzu kommt, dass die Mehrheit der BVG-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei ver.di organisiert ist. Diese nehmen nicht am Warnstreik teil. Dennoch wird es zu größeren Verspätungen kommen.

Hinweise für Fahrgäste

Die BVG will den Verkehr auf den U-Bahnlinien U1 und U2 weitgehend stabil halten, um die dort wegen Baustellen sowieso schwierige Situation nicht noch zu verschärfen.

Auf den Linien U6 und U9 plant die BVG die Aufrechterhaltung eines 10-Minuten-Taktes, kann dies aber nicht garantieren.

Die Linien U3, U5, U7 und U8 werden möglicherweise nur in einem 20 – 30-Minuten-Takt angeboten werden können.

Um Fahrerinnen und Fahrer auf anderen hoch belasteten Linien einsetzen zu können, wird die U4 (U Nollendorfplatz S+U Innsbrucker Platz) bis zum Ende des Streiks nicht bedient. Hier gibt es aber ausreichende Umfahrungsmöglichkeiten über andere U-Bahnlinien bzw. Busse.

Auch Teile des Busverkehrs werden von diesem Warnstreik betroffen sein. Längere Fahrzeiten sind einzuplanen. Beim Straßenbahnverkehr geht man davon aus, dass dieser am Donnerstag nach Fahrplan angeboten werden kann.

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Kommentare

Es gibt zurzeit 2 Kommentar/e zu dem Beitrag.

  1. Am 08.Jun 2011 schrieb Bla Bla:

    Das ist ja wohl ein Witz. Kaum läuft mal wieder alles halbwegs [S-Bahn, letzter Streik], glauben die schon wieder streiken zu müssen? Es gibt Jobs mit deutlich schlechteren Bedingungen, aber eine Krankenschwester kann nurmal nicht jeden zweiten Tag streiken und sich denken: “Ist mir doch egal, ob der Patient verstirbt”.

  2. Am 09.Jun 2011 schrieb Icke:

    Die spinnen wohl bei der BVG wenn ich streike kann ich meine sachen Packen und zum amt gehen

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