GRÜNE LIGA Berlin gegen Müllproblem bei öffentlichen Veranstaltungen
Bei öffentlichen Veranstaltungen wie dem Karneval der Kulturen, dem Christopher Street Day oder dem Berlin-Marathon entstehen in Berlin jährlich schätzungsweise 1.600 Tonnen Müll. Die Hälfte davon entfällt auf Großveranstaltungen mit mehr als 100.000 Besucher/-innen.
Das soll nach Ansicht der GRÜNEN LIGA Berlin nicht so bleiben. Der Geschäftsführer der GRÜNEN LIGA Berlin, Stefan Richter, sagte: „Einfluss auf das Abfallaufkommen können Besucher, Händler, Veranstalter und die Verwaltung nehmen, indem sie ein Abfallkonzept entwickeln“ . Der richtige Weg zur Reduzierung von Abfallmengen sind u. a. Mehrweggeschirr und Mehrwegbesteck. Auch die Vermeidung von Portionspackungen für Zucker, Mayonnaise oder Ketchup sind wichtig. Darüber hinaus ist es von Bedeutung, Papier- und Bioabfälle der Wertstoffsammlung zuzuführen. Dieses sorgt für eine saubere Stadt und schont die natürlichen Ressourcen.
Die GRÜNE LIGA Berlin startete im April 2011 mit einem Pilotprojekt zum Thema abfallarme Großveranstaltungen. Ziel ist es, Veranstaltern Möglichkeiten aufzuzeigen, wie große Abfallmengen vermieden werden können. Finanziert wird das Projekt aus Mitteln des Förderfonds Trennstadt Berlin, einer Initiative der BSR und ihrer Partner Berlin Recycling, ALBA und der Stiftung Naturschutz.
Nach entsprechenden Untersuchungen sollen konkrete Vorschläge für die Umsetzung abfallvermeidender und- reduzierender Maßnahmen erarbeitet werden. Unter anderem werden 2011 der Karneval der Kulturen und der Berlin-Marathon sowie das Müllerstraßenfest untersucht. Berlin soll nicht nur für große, internationale Events stehen, sondern künftig auch für Ressourcenschonung und umweltbewusstes Handeln.
Großveranstaltungen müssen nicht zwangsläufig Tonnen von Abfall hinterlassen. Dies beweist die GRÜNE LIGA Berlin nach eigenen Angaben jährlich mit ihrem Umweltfestival Anfang Juni. Das Festival, mit mehr als 100.000 Besuchern ist quasi abfallfrei. Durch ein durchdachtes Konzept werden ausschließlich Mehrwegverpackungen verwendet und jeder Aussteller ist dazu verpflichtet, den eigenen Abfall wieder mitzunehmen. Somit wird am Ende der Veranstaltung kein Entsorger zum Aufräumen benötigt.
Zum Abschluss des Projektes 2013 soll ein ökologisch-nachhaltiges Handlungskonzept für Veranstaltungen in Berlin vorgelegt werden. Man hofft dann auf übertragbare Lösungs-ansätze, um künftig die Abfallmengen bei Berliner Großevents stark zu reduzieren.
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