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<pDie andauernde Trockenheit legt nach Ansicht des Zentralverbands der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) offen, dass die Agrarpolitik neu ausgerichtet werden muss: Der Verband fordert, Landwirtschaft als systemrelevant zu behandeln und kritisiert kurzfristige staatliche Hilfen als unzureichende Antwort auf Klimarisiken und Ernteausfälle.
Trockenheit als politischer Weckruf
Der ZDG bezeichnet die anhaltende Dürre als Signal, dass bestehende Politiken die Betriebe nicht nachhaltig schützen. Die Aussagen von DLG‑Präsident Hubertus Paetow, wonach die Lösung für Klimarisiken und wirtschaftliche Unsicherheiten nicht in immer neuen Hilfspaketen liegen könne, findet beim Verband breite Zustimmung.

Warum direkte Zahlungen nicht dauerhaft helfen
ZDG‑Präsident Hans‑Peter Goldnick warnt davor, zusätzliche Zuschüsse als Allheilmittel zu sehen. Solche Zahlungen beseitigten keine strukturellen Schwächen, sondern verzögerten Probleme oder schufen neue Belastungen. Vorausgezahlte GAP‑Leistungen würden zum Beispiel nur Zahlungsströme zeitlich verschieben, und Liquiditätsdarlehen müssten später zurückgeführt werden.
Ernährungssouveränität und Herkunftstransparenz
Für den Verband ist es entscheidend, die Versorgungssicherheit als politische Aufgabe zu verankern. Teil dieser Forderung ist eine verbindliche Herkunftskennzeichnung auch im Bereich Außer‑Haus‑Verzehr. Nur wenn Verbraucherinnen und Verbraucher erkennen können, ob Produkte aus deutscher Produktion stammen, bestehe die Chance, die Nachfrage gezielt zu steuern und mehr Wertschöpfung bei heimischen Betrieben zu halten.

Wirtschaftliche Dimension der Geflügelwirtschaft
Die Branche liefert wichtige Lebensmittel wie Eier und Geflügelfleisch und ist nach Angaben des Verbands volkswirtschaftlich bedeutend. Sie sichert nach eigenen Angaben rund 170.000 Arbeitsplätze, erzielt eine Bruttowertschöpfung von etwa 8,6 Milliarden Euro jährlich und generiert öffentliche Einnahmen in Höhe von rund 3 Milliarden Euro pro Jahr.
Die Tierbestände 2023 wurden laut Statistik des BMELH von Hühnern dominiert: Mit mehr als 156 Millionen Tieren machten Legehennen und Masthühner etwa 93 Prozent des Geflügelbestands aus. Auf Platz zwei lag die Pute mit rund neun Millionen Tieren; Enten folgten mit circa 1,6 Millionen Tieren.











